- 25.04.2012, 11:55:06
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Grünewald: Finanznot an Universitäten weitet sich aus
Grüne fordern Ende der ministeriellen Schönfärberei
Wien (OTS) - "Während Bundesminister Töchterle und die ÖVP laufend
behaupten,dass die Universitäten finanziell genügend abgesichert
seien, mehren sich täglich die Krisenmeldungen" ärgert sich der Grüne
Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald über die Realitätsverweigerung
von Seiten des Wissenschaftsressorts.
Die ÖH der TU Wien protestiert im Namen von tausenden Studierenden
gegen die Abschaffung der Lehramtsstudien. Dem Rektorat wurden 20
Prozent Mehrwertsteuer für dringliche Bau- und Sanierungsprojekte
vorenthalten und drastische Sparmaßnahmen verhindern notwendige
Investitionen. Selbst Tilmann Märk, Nachfolger von Minister Töchterle
und Rektor der Universität Innsbruck, sagte bezüglich der
Jubelmeldungen über die "Hochschulmilliarde" , dass sie nicht reichen
werde. Zuletzt wurden aus dem Bereich der Quantenphysik Innsbruck
sieben Anträge auf START Preise verzeichnet - jetzt sind diese auf
null gesunken. Auf Nachfrage hört man, dass es am Institut einfach
keinen Platz mehr für diese Projekte gebe. Heinz Engl, Rektor der Uni
Wien, legte den Studierenden sein Budget offen und hat massive
Schwierigkeiten das Studium der Internationalen Entwicklung zu
finanzieren, da selbst neue Geldmittel gerade ausreichen würden um
den nicht gerade idealen Status quo zu halten. Immer mehr
Projektanträgen des Wissenschaftsfonds wird von Seiten der
Universität die notwendige Unterschrift verweigert, weil man sich
diese Forschung ohne ausreichende "Overheads" nicht mehr leisten
kann.
"Es gibt keine Universität, die nicht über gravierende Probleme
berichtet und an die Grenzen notwendiger Sparmaßnahmen stößt"
analysiert Grünewald den Protest der Betroffenen. "Ich kann die
Sorgen der RektorInnen und der Studierenden mehr als verstehen.
Selbst die Studie der Studienplatzfinanzierung spricht davon, dass
allein die Finanzierung der Bakkalaureatsstudien zu Mehrkosten von
über 300 Millionen Euro führen würde. Die Situation an den
Medizinischen Universitäten mit den sattsam bekannten Belastungen des
klinischen Mehraufwandes scheint im Ministerium der Verdrängung
anheimgefallen zu sein. Es wird Zeit, darüber eine Dialog aufzunehmen
statt sich im Elfenbeinturm hartnäckig jedweder Kritik zu entziehen"
schließt Grünewald.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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