- 25.04.2012, 10:42:22
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Nordirak: Westen für Zukunft der Christen mit verantwortlich
Obmann der Initiative Christlicher Orient, Hollerweger: Westen muss politischen Druck ausüben
Bagdad, 25.04.12 (KAP) Ob die Christen im Irak eine Zukunftschance
haben hängt nicht zuletzt davon ab, ob sie Unterstützung aus dem
Westen bekommen - materiell vor allem aber auch politisch. Das hat
Hans Hollerweger, Obmann der Initiative Christlicher Orient (ICO),
im "Kathpress"-Gespräch betont. Hollerweger befindet sich derzeit
mit dem Heiligenkreuzer Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck und einer
kleinen Delegation aus Österreich im kurdisch kontrollierten und
verwalteten Nordirak, wo die ICO in der Diözese Zakho-Dohuk
christliche Dörfer auf dem Land unterstützt.
In einigen Dörfern befinde sich immer noch christliches Ackerland in
Händen von Kurden und Jesiden. Die Regierung habe zwar zugesagt,
diese zu entschädigen und abzusiedeln, noch sei aber wenig passiert,
kritisierte Hollerweger im "Kathpress"-Gespräch vor Ort. Hier wäre
politischer Druck aus dem Westen, notwendig. Hollerweger: "In
Kurdistan haben ausländische Stimmen großes Gewicht." Das Land sei
ringsum von ablehnend eingestellten Staaten umgeben, man brauche
Unterstützung und Wohlwollen aus dem Westen.
Die kurdische Regierung bemühe sich, das Land zu entwickeln. Er höre
immer auch von Seiten der kurdischen Politik, dass man die Christen
im Land brauche. Diese seien in der Regel überdurchschnittlich
gebildet und friedliebend. Hollerweger: "Die kurdischen Politiker
wissen das sehr genau." Am wichtigsten sei es, den Menschen
"Hoffnung zu bringen und mit ihnen gemeinsam neue
Zukunftsperspektiven zu entwickeln." Ohne Perspektiven würden sonst
immer mehr - vor allem die junge Generation - ihr Glück in der
Auswanderung suchen.
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