• 24.04.2012, 16:25:09
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Bau: Potential vorhandener Ressourcen ausschöpfen Energiespeicher Beton - Studie bestätigt Erfolgsfaktor

Wien (OTS) - Experten warnen seit Jahren vor den hohen Kosten
sowie der CO2-Belastung, die durch die Kühlung von Gebäuden
entstehen. Viele verbrauchen dafür mehr Energie als zum Heizen im
Winter. Ein Lösungsansatz für diese Problematik ist die Nutzung von
Beton als Energiespeicher mittels Bauteilaktivierung. Die aktuelle
Studie von Ecofys, dem führenden deutschen Beratungsunternehmen für
erneuerbare Energien, Energie- & CO2-Effizienz, Energiesysteme &
-märkte sowie Energie- & Klimapolitik bestätigt nun die Effizienz und
zeigt den Erfolgsfaktor bei der Nutzung von Beton klar auf. "Beton
hat eine enorme Speichermasse. Seit Jahren investieren wir in
Forschung und Entwicklung, um dieses wertvolle vorhandene Potential,
das in den meisten Gebäuden steckt, zu nutzen. Die Studie bestätigt
unsere Bemühungen", freut sich DI Felix Friembichler, Geschäftsführer
der österreichischen Zementindustrie.

Die Beauftragung der Ecofys-Studie "Klimaschutz durch Reduzierung
des Energiebedarfs für Gebäudekühlung" erfolgte durch das deutsche
Bundesamt für Umwelt; untersucht wurden Wohnbauten sowie Büro- und
Verwaltungsgebäude unterschiedlicher Baujahre.

Klares Fazit: bis 20 Mal weniger Energie bei
Bauteilaktivierung

Den höchsten Kühlenergiebedarf benötigen hochverglaste, mit
Vollklimaanlage ausgerüstete Büro-Altbauten. Diese haben gegenüber
modernen Bürobauten, deren Kühlung mittels Bauteilaktivierung
erfolgt, einen um zehn- bis zwanzigmal höheren Endenergiebedarf. Ein
Meilenstein in der Energieeffizienz von Büroklimasystemen wurde durch
den Einsatz von wassergekühlten Flächenkühlsystemen erreicht.
Friembichler: "Beton bietet mit seiner hohen Fähigkeit zur
Speicherung von Temperatur ideale Voraussetzungen, um in Büro- und
Handelsimmobilien Energie einzusparen und damit die CO2-Emissionen zu
reduzieren." Die Funktionsweise der Bauteilaktivierung ist einfach:
in Betonbauteile werden Rohrleitungen gelegt, durch die entweder
warmes oder kaltes Wasser geleitet wird. Das Wasser gibt die Wärme
oder Kälte an den Beton ab und temperiert so den Raum.

40 bis 70 Prozent niedrigere Betriebskosten

Bauträger und Investoren sind in Zukunft verstärkt gefordert, bei
der Entwicklung und Planung den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes
zu berücksichtigen und nicht nur die Errichtungsphase. Wird die
Bauteilaktivierung mit anderen modernen Kühlsystemen kombiniert und
von Beginn an mit eingeplant, so sind zwar die Investitionskosten
geringfügig höher, diese amortisieren sich jedoch rasch durch 40 bis
70 Prozent niedrigere Betriebskosten als bei herkömmlichen Gebäuden.

Vorreiter Österreich: Investoren planen im
"Gebäude-Lebenszyklus"

Als eines der ersten in Österreich gebauten bauteilaktivierten
Gebäude gilt die 2003 fertig gestellte Grazer Niederlassung von Roche
Diagnostics. Drei Jahre später folgten die Kavernen am Salzburger
Mönchberg. Bekannte Beispiele sind das Passivbürohaus ENERGYbase oder
die Siemens City in Wien. Auch der Power-Tower der
oberösterreichischen Energie AG in Linz nützt die thermische Masse
der Betondecken und Bohrpfähle aus Beton zur Energiegewinnung.

Studie: Klimaschutz durch Reduzierung des Energiebedarfs für
Gebäudekühlung. Ecofys Germany GmbH, Köln, 06/2011. Download:
http://www.ecofys.com/de/projekt/kuhlenergiebedarf-und-klimawandel/

Rückfragehinweis:

Pressestelle der Österreichischen Zementindustrie, Andrea Baidinger
   andrea.baidinger bauen wohnen immobilien Kommunikationsberatung GmbH 
   A-1060 Wien, Gumpendorfer Straße 83, 
   Tel +43-1-904 21 55-0
   mailto:[email protected]
   www.bauenwohnenimmobilien.at

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