• 24.04.2012, 11:42:16
  • /
  • OTS0139 OTW0139

Deutliches "Nein!" zu ORF-Plänen für TV-Thek Vermarktung

Wien (OTS) - "Ein klares Nein!" schickt Klaus Schweighofer,
VÖP-Vorstandsvorsitzender und Vorstand der Styria Media Group, an die
Adresse des ORF. Dieser hat angeboten, durch Kooperationen rund um
die TV-Thek den Video-Werbemarkt gemeinsam mit den Zeitungsverlegern
zu entwickeln.

"Dass der Werbe-Multi ORF fordert, auch die TV-Thek vermarkten zu
dürfen, ist unverschämt und dreist.", kritisiert Schweighofer. "Der
ORF ist bereits massiv im Werbemarkt vertreten. Auch Jahre nach der
Liberalisierung wird der Rundfunkwerbemarkt noch vom ORF dominiert.
Dazu hat der ORF noch 600 Millionen Euro Rundfunkgebühren. Irgendwann
ist Schluss!"

"Der Markt für Bewegtbildwerbung im Internet hat zukunftskritische
Bedeutung für die privaten Rundfunkveranstalter.", erläutert Corinna
Drumm, VÖP-Geschäftsführerin. "Er ist einer der wenigen
Wachstumsmärkte für Privatsender. Wenn die Medienpolitik in diesem
Markt den gleichen Fehler macht, wie schon in anderen Werbemärkten,
und dem ORF eine vorzeitige Marktbesetzungsstrategie ermöglicht,
zerstört sie eine wichtige Zukunftsgrundlage der Privatsender."

Den Ambitionen des ORF, die mit Gebührengeldern (Beihilfen)
produzierten Inhalte im Internet ein weiteres Mal zu kapitalisieren,
sind derzeit im ORF-Gesetz mit gutem Grund Grenzen gesetzt. Eine
Vermarktung der TV-Thek wäre daher nur als Ergebnis einer positiven
Auftragsvorprüfung möglich und ist aus Gründen der schon bestehenden
Marktmacht des ORF unzulässig. Jede Art der Umgehung dieser
Beschränkung durch Lizenzierung des Contents an Dritte, die diesen
Beschränkungen nicht unterliegen, ist eine Missachtung des ORF
Gesetzes und daher vehement abzulehnen.

Der VÖP spricht sich daher klar dagegen aus, dem ORF zusätzliche
Werbemöglichkeiten zu gewähren, insbesondere im Zusammenhang mit der
TV-Thek. Die Vermarktungsmöglichkeiten des ORF müssen im Gegenteil
beschränkt werden, um die Marktdominanz des ORF auf ein erträgliches
Maß zurückzuführen.

"In der gesamten EU geht der Trend zu stärkeren
Werbebeschränkungen für öffentlich-rechtliche Sender.", erklärt
Schweighofer. "Teilweise geht das bis zur völligen Werbefreiheit.
Würde Österreich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr
Werbemöglichkeiten einräumen, wäre die Republik wie ein Geisterfahrer
in der EU unterwegs. Das wäre schlicht undenkbar."

Rückfragehinweis:
Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführung
Tel. 01 / 51633-3166
E-mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VOP

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel