- 24.04.2012, 10:19:20
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Europäische Impfwoche: Impfstatus prüfen
Die Europäische Impfwoche ist ein guter Anlass, den eigenen Impfstatus zu überprüfen.
Wien (OTS) - Anlässlich der Europäischen Impfwoche weist Dr. Robin
Rumler, Präsident der Pharmig darauf hin, eine Überprüfung des
Impfstatus vorzunehmen. Bereits zum siebenten Mal ruft die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Europäischen Impfwoche auf, mit
dem Ziel, die Bevölkerung europaweit dafür zu sensibilisieren, dass
Infektionskrankheiten nicht an Ländergrenzen halt machen, und dass
länderübergreifend Anstrengungen erforderlich sind, um nationale und
europäische Impfziele zu erreichen. Die Impfwoche findet vom 21. bis
27. April 2012 statt.
Eines der wichtigsten Impfziele ist es, Europa bis 2015 masernfrei
zu machen. Die jüngsten Ausbrüche, insbesondere in Frankreich aber
auch in Deutschland, lassen dieses Ziel derzeit in weite Ferne
rücken. Im Zeitraum Jänner bis Dezember 2011 wurden in Europa 30.567
(1) Masernfälle gemeldet, davon waren 99 Fälle in Österreich. Das
sind mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum Jänner bis
Dezember 2010. Auf Grund der hohen Ansteckungsgefahr sollte in der
Bevölkerung eine Masern-Durchimpfungsrate von 95 Prozent erreicht
werden (Österreichischer Impfplan 2012).
Das Robert Koch-Institut in Berlin weist darauf hin, dass die
bevorstehende Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine und die
Olympischen Spiele in London das Risiko für eine Einschleppung von
Fällen erhöhen könnten. Dort traten seit Anfang 2012 ausgedehnte
Masernausbrüche auf. Unabhängig davon, ob eine Reise zu einem dieser
Sportereignisse geplant ist oder nicht, sollten Jugendliche und junge
Erwachsene bei unklarem Impfstatus ihren Impfpass vom Hausarzt
kontrollieren lassen und fehlende Impfungen zeitnah nachholen. In
Österreich kam es in den letzten Jahren erneut zu Masernerkrankungen,
die meisten davon durch eingeschleppte Masernviren und im Umfeld von
impfkritischen Populationen: "Die Impfung gegen Masern ist in
Österreich bis zum Alter von 45 Jahren kostenfrei, das Entscheidende
ist aber, den Impfschutz sicherzustellen", betont Rumler
abschließend.
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2012), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000
Beschäftigte.
(1) ECDC Surveillance Report; European monthly measles monitoring
(EMMO); Issue 8, 21. Feb 2012)
Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel. 01/40 60 290-20
mailto:[email protected]
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