- 24.04.2012, 10:04:50
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AK Energie-Preismonitoring 2: KonsumentInnen zahlen weiter überhöhte Gaspreise!
Preissenkungen an KonsumentInnen weitergeben
Wien (OTS) - Gas ist weiterhin zu teuer! Das zeigt das aktuelle AK
Energie-Preismonitoring (ohne Steuern und Netzkosten) bei 14 Strom-
und zwölf Gaslieferanten vom April. Der Gas-Großhandelspreis ist seit
Jänner zwar gestiegen - die Preiserhöhungen für die Gas-Haushalte
fallen aber weit höher aus. "Steigende Großhandelspreise werden
sofort oder viel zu hoch weiterverrechnet, sinkende gar nicht oder
unzureichend. Das ist unfair", sagt AK Energie-Experte Dominik
Pezenka. "Im Jänner haben einige europäische Gas-Großabnehmer von
ihrem Lieferanten, der Gazprom, einen kräftigen Rabatt erhalten.
Österreichische Anbieter, die davon profitiert haben, müssen die
Preisvorteile an die Konsumenten weitergeben, sagt Pezenka.
Die russische Gazprom hat ihren europäischen Großabnehmern - auch
ihren österreichischen - bereits Anfang Jänner 2012 einen einmaligen,
kräftigen Rabatt gewährt - laut Medienberichten in der Höhe von rund
20 Prozent. Bis jetzt haben erst zwei Unternehmen, nämlich Wien
Energie und EVN, den sogenannten "Gazprom-Rabatt" als Bonuszahlungen
in Form einer einmaligen Gutschrift an ihre HaushaltskundInnen
weitergebeben (17,60 Euro bzw. 45,60 Euro). "Auch alle anderen
Anbieter, die einen Rabatt erhalten haben, sollen ihn sofort an ihre
Konsumenten weitergeben. Wie hoch der Rabatt ist, sollen die Anbieter
offenlegen - da die Preispolitik intransparent und für die
Konsumenten nicht mehr nachvollziehbar ist." Abhängig vom
Gas-Arbeitspreis sollte die Vergünstigung für einen
durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000
Kilowattstunden rund 30 Euro ausmachen", rechnet Pezenka vor.
Das AK Energie-Preismonitoring zeigt: Nachdem die KonsumentInnen
bereits im letzten Jahr mit massiven Gaspreiserhöhungen konfrontiert
wurden, dreht sich die Preisspirale auch im ersten Quartal weiter
nach oben: Am stärksten wurden die reinen Gasarbeitspreise im Jänner
bei der Kelag und der Energie Klagenfurt erhöht (18,3 bzw. 12,6
Prozent) gefolgt von der TIGAS (7,06 Prozent). Im Februar hob die
Salzburg AG ihre reinen Gasarbeitspreise zum zweiten Mal innerhalb
eines Jahres an - um 7,1 Prozent. Der Gas-Großhandelspreis ist in
diesem Zeitraum zwar gestiegen - um 8,3 Prozent. "Die Preiserhöhungen
wurden sofort und zum Teil überproportional überwälzt. Aber
Preissenkungen werden gar nicht oder nur zögerlich weitergegeben",
kritisiert Pezenka "Damit haben innerhalb eines Jahres alle
untersuchten Gas-Anbieter, bis auf den neuen Anbieter Goldgas, ihre
reinen Gasarbeitspreise erhöht." Auf einen durchschnittlichen
Gas-Haushalt (15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch) kommen pro Jahr
Mehrkosten von bis zu 124 Euro zu. "Die Preispolitik geht massiv
zulasten der Haushalte: Von den günstigen Einkaufspreisen an den
Spotmärkten lukrieren die Industriekunden, die hohen,
Ölpreis-gebundenen Gaspreise in den Langzeit-Verträgen werden auf die
Konsumenten überwälzt", kritisiert Pezenka.
SERVICE: Den günstigsten Strom- oder Gasanbieter finden Sie mit
dem Energiepreis-Rechner unter www.arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
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