- 24.04.2012, 09:44:01
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Karas/Becker: EU will soziales Unternehmertum fördern und vereinfachen
EU-Verordnung soll Regeln und Gütesiegel für Sozialinvestitionsfonds festlegen
Brüssel, 24. April 2012 (OTS) Investoren, die Ihr Geld in
sozialen Unternehmen und Projekten anlegen wollen, sollen in
Zukunft besser erkennen können, wo sie ihre Mittel investieren
können. Dazu sollen Sozialinvestitionsfonds, die bestimmte
Kriterien erfüllen mit dem Gütesiegel „Europäischer Fonds für
soziales Unternehmertum“ gekennzeichnet werden. Dafür spricht sich
heute der Sozialausschuss des EU-Parlaments aus.
"Sozialunternehmern soll es dadurch einfacher gemacht werden, an
Finanzmittel zu kommen und den gesamten EU-Binnenmarkt für Ihre
Projekte zu nutzen", so Othmar Karas, Vizepräsident des
Europäischen Parlaments, der gleichzeitig auch Präsident des
Hilfswerkes Österreich ist. ****
"Obwohl soziale Unternehmen oft auch öffentliche Mittel
erhalten, bleiben private Investitionen über Fonds, die in soziales
Unternehmertum investieren, für ihre Arbeit unverzichtbar. Leider
sind solche Sozialinvestitionsfonds aber selten und meistens auch
nicht groß genug. Deshalb ist diese neue EU-Verordnung ein
wichtiger Schritt, um Sozialinvestitionen sowohl für Unternehmer
als auch für Investoren einfacher und günstiger zu machen", so
Heinz K. Becker, Sozialsprecher der ÖVP im Europäischen Parlament.
"Wir müssen endlich mit dem Vorurteil aufräumen,
Sozialinvestitionen hieße Geld ausgeben, dass man niemals
wiedersieht. Das ist schon jetzt nicht so, aber wir müssen noch
mehr Instrumente und Anreize schaffen, damit in Soziales invertiert
wird", betont Becker. Der Eindruck mancher Investoren, dass soziale
Unternehmen zwangsläufig mit größeren Risiken behaftet seien,
stimme nicht.
Mit dem Gütesiegel sollen nur solche Fonds ausgezeichnet
werden, die mindestens 70 Prozent des von den Investoren
bereitgestellten Kapitals in die Unterstützung sozialer Unternehmen
stecken. Dafür werden Transparenzregeln und Mindesteinlagen für
Investoren festgesetzt. "Wir wollen einen für Anleger
interessanten, EU-weiten Markt für Sozialinvestitionen schaffen. Es
soll dabei ganz einfach werden, die Sozialfonds untereinander zu
vergleichen und die sozialen Auswirkungen zu bewerten", betonen
Becker und Karas. Becker ist Berichterstatter des Europäischen
Parlaments für weitere Vorschläge zur Förderung von sozialem
Unternehmertum, die im Herbst verabschiedet werden sollen.
Rückfragen:
Mag. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-284-5627
([email protected])
Heinz K. Becker MEP, Tel.: +32-2-284-5288
([email protected])
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
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