- 23.04.2012, 13:39:28
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RTR-Studie bestätigt Programmqualität privater Rundfunksender
Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern jedoch Erhö-hung der Privatsenderförderung
Wien (OTS) - Die im Auftrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs
GmbH durchgeführte Begleit-studie zur Privatrundfunkförderung stellt
den österreichischen Rundfunkveranstaltern ein durchaus positives
Zeugnis aus. Nach Ansicht des Studienautors, Prof. Dr. Josef Trappel,
fällt es gerade großen Rundfunkveranstaltern aufgrund der größeren
finanziellen und personellen Ressourcen tendenziell leichter,
qualitätsvolles Programm zu produzieren. Kleinere
Rundfunkveranstalter liefern dagegen einen besonderen Beitrag zur
regionalen Vielfalt.
Demgegenüber ortet der Studienautor bei kleineren
Rundfunkveranstaltern aufgrund der eingeschränkten finanziellen
Voraussetzungen in Einzelfällen strukturelle Probleme. Dieses
Ergebnis überrascht aus Sicht des Verbands Österreichischer
Privats-ender (VÖP) wenig, offenbaren sich hier doch sehr deutlich
die schwierigen Rahmenbedingungen, mit denen sich Privatsender in
Österreich konfrontiert sehen.
"Die Studie ist ein interessantes, aber eher oberflächliches
Blitzlicht der Branche. Natürlich gibt es bei jedem Unternehmen immer
Verbesserungspotentiale. Doch es sind gerade kleinere Sender, die
trotz begrenzter Mittel mit viel Leidenschaft und Engagement das
Maximum für Ihrer Hörer und Seher herausholen.", kommentiert Klaus
Schweighofer, VÖP-Vorsitzender und Vorstand der Styria Media Group.
"Allerdings zeigen sich gerade bei Sender mit kleinen
Verbreitungsgebieten auch noch große Potentiale, die mit
entsprechenden Förderungen ausgeschöpft werden kön-nen."
Die Tatsache, dass die bereitgestellten Fördermittel regelmäßig
überzeichnet sind, ist ein klares Zeichen, dass der
Privatrundfunkförderungsfonds aufgestockt werden sollte. "Die Studie
hat bestätigt, dass die bestehende Förderung sehr positive
inhaltliche Impulse gesetzt hat. Doch den derzeit für Privatsender
verfügbaren 12,5 Millionen Euro stehen rund 600 Millionen Euro
gegenüber, die der ORF als staatliche Subvention erhält.", erläutert
Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführerin. "Unser Mitbewerber erhält somit
50 Mal mehr Förderung. Dieses Ungleichgewicht und die Marktdominanz
des ORF verschärfen die Refinanzierungsmöglichkeiten der Privatsender
in Österreich noch weiter."
Der VÖP nimmt daher die Studienergebnisse zum Anlass, eine
Aufstockung der Privat-senderförderung oder alternativ eine
Beschränkung der Werbemöglichkeiten des ORF zu fordern. "Dies würde
wertvolle inhaltliche Impulse setzen. So könnte die Qualität der
privaten Rundfunkangebote im Sinne der Hörer und Seher weiter erhöhen
werden.", so Drumm abschließend.
Rückfragehinweis:
Corinna Drumm
VÖP-Geschäftsführung
Tel. 01 / 51633-3166
mailto:[email protected]
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