• 23.04.2012, 11:36:20
  • /
  • OTS0110 OTW0110

Zinggl zu Bibliothekengesetz: Lesemöglichkeiten zu schaffen, ist eine demokratische Verpflichtung

Grüne fordern modernes Bibliothekengesetz und Chancengleichheit

Wien (OTS) - Die Lesekompetenz der österreichischen Schülerinnen
und Schüler liegt deutlich unter dem OECD-Schnitt und der Abstand zum
traditionellen Spitzenreiter Finnland vergrößert sich laufend.
Gleichzeitig besitzt Österreich im Gegensatz zu den meisten
EU-Mitgliedsstaaten bis heute kein Gesetz, das die Verankerung, die
mediale Ausstattung, die Größe oder den Personalbedarf öffentlicher
Bibliotheken regelt. In Finnlands Bibliotheken finden rund 98,8
Millionen Entlehnvorgänge pro Jahr statt (18,6 pro EinwohnerIn).
Österreich kommt auf 20,7 Millionen Entlehnungen pro Jahr (2,48 pro
EinwohnerIn).

Zwischen diesen Daten und den PISA-Ergebnissen sieht der Grüne
Kultursprecher, Wolfgang Zinggl, einen offensichtlichen Zusammenhang:
"Kaum jemand wird die Bedeutung von Bibliotheken als Bestandteil
eines öffentlichen Bildungssystems infrage stellen. Chancengleichheit
ist auch auf diesem Sektor ein bedeutender Indikator für die
Funktionsfähigkeit der Demokratie. Bibliotheken fällt dabei die
Aufgabe zu, den niederschwelligen Zugang zu Wissen zu garantieren. Um
das Angebot zu verbessern und sicherzustellen, um also
Chancengleichheit im Bildungsbereich herzustellen, braucht Österreich
ein modernes Bibliothekengesetz, " fordert Zinggl. Ein
parlamentarischer Entschließungsantrag der Grünen, wurde vor genau
einem Jahr mit den Stimmen von SP und VP abgelehnt.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel