• 22.04.2012, 14:36:04
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Leitl: Kündigung älterer Arbeitnehmer nur in gegenseitigem Einvernehmen möglich

WKÖ-Präsident stellt klar: Kein Mobben älterer Arbeitnehmer in die Pension - Ziel ist vielmer ein längerer Verbleib im Erwerbsleben

Wien (OTS/PWK264) - "Eine einseitige Kündigung älterer
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist am Rechtsweg de facto nicht
möglich", so Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), zu dem in diese Richung gehenden Vorwurf von
Pensionistenvertretern: "Vielmehr haben die Bemühungen, erfahrene und
verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst lange die
Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen, oberste Priorität",
untetsreicht er. Bei den Lösungen, die derzeit getroffen werden,
handelt es sich um Übereinkommen zwischen beiden Seiten, nämlich
zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. "Diese gesetzlich
gegebene Möglichkeit sollte jetzt nicht einer Seite zum Vorwurf
gemacht werden!", so Leitl. Und weiter: "Es muss einen
Paradigmenwechsel geben von 'Früher in Pension' hin zu 'Länger im
Erwerbsleben'. Ich halte aber grundsätzlich nichts von Drohungen und
Strafen, sondern setze stets auf Anreize und Belohnungen", so der
WKÖ-Präsident.

Verwundert zeigt sich der WKÖ-Präsident vor diesem Hintergrund vom
Schwenk der Seniorenvertreter Blecha und Khol weg von Belohnungs- und
Anreizmodellen wie dem 25:25:50-Prämienmodell der WKÖ hin zu
Bedrohungs- und Bestrafungsszenarien: "Dabei handelt es sich um ein
reines Anreizmodell für einen späteren Pensionsantritt, von dem die
Mitarbeiter genauso wie die Unternehmen und auch die Pensionskassen
profitieren. Insgesamt führen Anreize ja psychologisch eher zum
gewünschten Ziel als Drohen und Strafen", ist Leitl überzeugt. Das
Mobbing-Modell der Pensionistervertreter hingegen würde der Willkür
Tür und Tor öffnen.

Und im Übrigen haben die Sozialpartner beim vergangenen Bad
Ischler Dialog ein Bündel von Vorschlägen gemacht, die die Anhebung
des faktischen Pensionsalters zum Ziel haben: "Jetzt liegt der Ball
bei der Politik", so der WKÖ-Präsident. (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
   Dr. Martin Gleitsmann 
   Tel.: 05 90 900-4286
   E-Mail: [email protected]
   Internet: http://WKO.at/sp

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