- 21.04.2012, 09:33:47
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Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2011 an Maja Haderlap
Schmied: Haderlaps politisches Buch ist ein wertvoller Beitrag für die Demokratie - Kreisky-Preis wichtiger Beitrag zur politischen Bildung
Wien (OTS/SK) - Gestern Abend wurde im Rahmen einer
Kooperationsveranstaltung von SPÖ-Bildung, SPÖ-Parlamentsklub und
Renner-Institut der Bruno-Kreisky-Preis das politische Buch des
Jahres 2011 vergeben. Den Preis für das politische Buch überreichte
Kulturministerin Claudia Schmied an die Schriftstellerin Maja
Haderlap für ihren Roman "Engel des Vergessens". Der Vorsitzende der
S&D-Fraktion im EU-Parlament, Juryvorsitzender Hannes Swoboda übergab
im großen Sendesaal des Radiokulturhauses den Sonderpreis für das
publizistische Gesamtwerk an Christine Nöstlinger und
Anerkennungspreise an Maria Wirth und Markus Marterbauer. ****
Kulturministerin Claudia Schmied würdigte in ihrer Laudatio auf Maja
Haderlap deren politisches Buch als "Werkzeug das helfen kann,
Themen, die unter einer dicken Eisschicht begraben sind, an die
Oberfläche zu holen und sie besprechbar zu machen". Denn Bücher von
Menschen, die außerhalb der Politik agieren, eignen sich besonders
als Transportmittel zur Vermittlung politischer Inhalte.
Die in Kärnten geborene Schriftstellerin erzählt in ihrem Roman
"Engel des Vergessens" die Geschichte des slowenischen Widerstandes
gegen das nationalsozialistische Regime und seinen Beitrag für ein
freies, demokratisches Österreich. "Haderlap ist die Chronistin der
bislang verschwiegenen Geschichte der Kärntner Slowenen", so Schmied,
die weiters betonte wie wichtig politisches Engagement im Sinne der
Freiheit, der Menschenrechte und des friedlichen und respektvollen
Zusammenlebens ist.
Das herausragende Gesamtwerk von Christine Nöstlinger würdigte
Swoboda in seiner Laudatio vor allem dafür, dass sie so viele
Menschen mit ihren faszinierenden Geschichten begeistert hat. "Sie
hat es immer verstanden auf gesellschaftspolitische Hintergründe und
auf die Sorgen und Nöte der Menschen hinzuweisen und für bessere
Lebensverhältnisse zu plädieren", sagte Swoboda. Denn Nöstlinger habe
immer betont, dass es mit besseren Lebensverhältnissen bessere
Menschen geben könnte.
Mit möglichen besseren Lebensverhältnissen hat sich auch Markus
Marterbauer in seinem Buch "Zahlen bitte! Die Kosten der Krise tragen
wir alle" auseinandergesetzt. Marterbauer versteht es wie kein
anderer wirtschaftliche Zusammenhänge auf nationaler und europäischer
Ebene zu analysieren. "Der Autor schafft es soziale Themen mit
wirtschaftlichen Fragestellungen zu verknüpfen", so Swoboda, denn er
spricht sich für eine aktive Verteilungspolitik, die Verringerung der
staatlichen Schulden und einen starken Sozialstaat aus.
Maria Wirth erhielt den Anerkennungspreis für ihre politische
Biographie über Christian Broda, den bedeutendsten
sozialdemokratischen Justizminister Österreichs. "Wirth schafft es
ein Bild von einem Politiker zu zeichnen, der eine klare
gesellschaftspolitische Vision gehabt hat und diese auch umsetzen
konnte", so Swoboda. Der Sonderpreis für verlegerische Leistungen
ging an "Edition Lex Liszt 12". Der im Burgenland ansässige Verlag
fördert vor allem den literarischen Nachwuchs des Landes.
Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek gratulierte ebenfalls allen
Gewinnerinnen und Gewinnern des gestrigen Abends, bedankte sich für
deren Engagement und zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass "es
viele starke Frauen in diesem Land gibt, die sich täglich für
politische Bildung engagieren und sich mit politischen Themen
auseinandersetzen."
Service:
Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick:
Maja Haderlap für "Engel des Vergessens" (Wallstein-Verlag) Christine
Nöstlinger für das publizistische Gesamtwerk
Maria Wirth für "Christian Broda. Eine politische Biographie" (Vienna
University Press)
Markus Marterbauer für "Zahlen bitte! Die Kosten der Krise tragen wir
alle" (Deuticke Verlag)
"Edition Lex Liszt 12" für besondere verlegerische Leistungen
Der Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch wird von der
Bildungsorganisation der SPÖ und vom Dr.-Karl-Renner-Institut seit
1993 im Gedenken an Bruno Kreisky verliehen. (Schluss) mis/sv
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
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