• 20.04.2012, 18:14:15
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FP-Jung: Verteidigungsminister dreht durch

Wer stoppt "unguided missile" in der Rossau?

Wien (OTS/fpd) - Mit dem Uniformtrageverbot für den WKR-Ball hat
Darabos einen veritablen Bauchfleck geliefert, beim Linzer Stadtrat
Wimmer versucht er die jämmerliche Gesinnungsschnüffelei des
traditionell tiefroten Abwehramtes als Vorwand für parteipolitische
Aktionen vorzuschieben, und jetzt kommt in den Medien auch noch die
Ankündigung für die faktische Auflösung des Bundesheeres, bisher
unwidersprochen vom Koalitionspartner.

"Der Alt-Zivi als Verteidigungsminister begreift offenbar nicht, dass
Soldaten im Auslandseinsatz - und das ist eine der Aufgaben des
Bundesheeres - im Kampf der verbundenen Waffen ausgebildet werden
müssen, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen sollen. Andernfalls werden sie
im wahrsten Sinn des Wortes verheizt", stellt Wiens FPÖ-Gemeinderat
Brigadier Mag. Wolfgang Jung, mit jahrzehntelanger Erfahrung als
Truppenoffizier und im Generalstabsdienst, fest.

Wenn die Budgetnöte, verbunden mit den obskuren Berufsheerplänen
dieses Traumtänzers ein vernünftiges Heer nicht mehr zulassen, sollte
man die Verfassung ändern und statt dessen ein Technisches Hilfswerk
für den Katastrophenschutz nach deutschem Muster schaffen.

"Zum Soldatenspielen mit Militärmusikbegleitung , als Kulisse für
schöne Politikeransprachen, wie demnächst wieder im Rathaus
vorgesehen, ist die Zeit unserer jungen Männer wirklich zu schade"
kritisiert Jung und fragt sich, wo die staatspolitische Verantwortung
der ÖVP und des Bundespräsidenten bleibt. Unverständlich ist ihm auch
die Haltung vieler seiner Offizierskameraden, die als Fachleute diese
Entwicklung nicht mit verantworten dürften. "Wo bleibt der Aufschrei
der Generalität? Männermut vor Königsthronen? Wenn das wirklich
kommt, braucht Darabos für mich kein Uniformtrageverbot mehr
auszusprechen, ich würde mich genieren, die Uniform dann noch
anzuziehen!", schließt der Abgeordnete.

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

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