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IE-PROTESTPLENUM: Kollektivbestrafung: Uni sperrt Studierende aus

Trotz Repression und falschen Beschuldigungen halten die Studierenden an ihren Forderungen fest.

Wien (OTS) - Zweimal hat das Rektorat der Universität Wien am vergangenen Donnerstag, den 19.04., Studierende polizeilich aus der Universität räumen lassen. Zusätzlich ist das Hauptgebäude der Universität seit gestern, 17.00 Uhr, durch Polizei und Sicherheitskräfte der Uni auf unbestimmte Zeit abgesperrt. Dadurch wird der Unibetrieb durch das Rektorat gestört und den Studierenden wird der Zugang zur eigenen Universität und ihr Recht auf Bildung verwehrt.

Die Argumentation des Rektorats, durch die Besetzung seien die Uniräumlichkeiten momentan unbenutzbar, stellt eine gezielte Falschmeldung dar, um die legitimen Proteste zu kriminalisieren. Dies und die Tatsache, dass den eigenen Studierenden mit Polizeigewalt begegnet wird, legt das undemokratische Selbstverständnis der Unileitung offen. Zudem wurde die Presse über weite Strecken von den Geschehnissen ausgeschlossen. Eine solche Überreaktion zeigt die Überforderung des Rektorats und wirft die grundsätzliche Frage nach der Kompetenz der Entscheidungsträger_innen auf.

Unabhängig davon legitimiert die bisher erfolglose Kommunikation die Besetzungen als Mittel um unsere Forderungen zu artikulieren. "Die von der Uni so bezeichneten Gespräche waren tatsächlich nur Mitteilungen und Hinhaltetaktik, während die Abschaffung des Studiums hinter verschlossenen Türen vorangetrieben wurde." sagt B. Setzer. Diese Unmöglichkeit studentischer Mitbestimmung spiegelt sich auch bei den Themen STEOP und Studiengebühren wider und die für nächste Woche angekündigten "Informationsveranstaltungen" verdeutlichen die autoritären Entscheidungsstrukturen einmal mehr. Unsere Forderungen bleiben der Erhalt des kompletten Studiums "Internationale Entwicklung", Abschaffung der STEOP und aller Studiengebühren. Bisher gab es seitens der Uni auch inhaltlich kein Entgegenkommen.

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