- 20.04.2012, 14:03:55
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Ulrike Lunacek: "Kernfusionsprojekt ITER bleibt vom allgemeinen Spardiktat ausgenommen"
Grüne: Anstatt in erneuerbare Energiequellen zu investieren, wird Steuergeld ins Millionengrab ITER gepumpt
Straßburg (OTS) - "Während in den EU-Mitgliedsstaaten härteste
Sparpakete durchgesetzt werden, sitzt das Geld für das Milliardengrab
ITER noch immer sehr locker", kritisiert Ulrike Lunacek,
Europasprecherin der Grünen den heutigen Beschluss des
Europaparlaments für eine weitere Aufstockung der Mittel für den
Kernfusionsreaktor ITER. Allein im Jahr 2012 sollen demnach weitere
650 Millionen Euro in das Großprojekt fließen. Die Abstimmung
besiegelte ein bereits im Dezember zwischen Rat und Parlament
ausgehandeltes Übereinkommen.
Lunacek kritisiert die Europäische Volkspartei und die
Sozialdemokratie, deren Europaabgeordnete mehrheitlich dafür gestimmt
haben: "Die ursprünglichen Kostenabschätzungen für den
Fusionsforschungsreaktor erweisen sich als vollkommen unzureichend.
Anstatt weiterhin Unsummen in dieses Milliardengrab zu werfen, sollte
man sich endlich eingestehen: Das Projekt ist zu teuer, es birgt
atomare Risiken und es wird langfristig für die europäische
Energieversorgung ohne Bedeutung bleiben."
Atomfusion kann, wenn überhaupt, erst deutlich nach 2050 einen
Beitrag zur europäischen Stromversorgung leisten. ITER ist somit für
die unerlässliche Energierevolution in Europa ohne Bedeutung. Deshalb
fordert Lunacek: "Anstatt weitere Steuermilliarden für eine
Technologie ohne Zukunft zu vergeuden, müssen Forschungsmittel für
Effizienz, Grüne Technologien und Erneuerbare Energien zur Verfügung
gestellt werden, die zur Erreichung der Klimaziele und der
Energieversorgungssicherheit der EU bereits kurzfristig beitragen
können."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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