• 20.04.2012, 13:28:16
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ORF III mit dem "Bergprofessor", der Dokureihe "Alltag unterm Hakenkreuz" und dem Bayreuther "Jahrhundertring"

Am 21. und 22. April im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information erinnert am Samstag,
dem 21. April 2012, an den vielseitigen Wiener Bergsteiger Fritz
Moravec und zeigt dessen weltweit anerkanntes Modell für ein den
Bedürfnissen von Kindern entsprechendes Bergsteigen. Im Hauptabend
startet ORF III die zehnteilige Dokureihe "Alltag unterm Hakenkreuz"
und zeigt anhand privat gedrehter Filme den Alltag zur Zeit des
Nationalsozialismus. Für amüsante Stunden sorgt ein Blick durch "Das
Zeitventil" mit Fernsehlegenden wie Gerhard Bronner, Dolores
Schmidinger und Peter Wehle.

Am Sonntag, dem 22. April, werden bei Barbara Rett in "Erlebnis
Bühne" germanische Götter, heldenhafte Gestalten, Liebe, Verrat und
der Tod thematisiert. ORF III Kultur und Information zeigt Patrice
Chéreaus und Pierre Boulez' Inszenierung von Richard Wagners
vierteiligem Opernzyklus "Der Ring des Nibelungen" für Bayreuth. Den
Start macht der aus Rheingold geschmiedete Ring, der seinem Besitzer
zu endloser Macht verhilft.

Samstag, 21. April

Unser Österreich: "Land der Berge: Der Bergprofessor" (19.25 Uhr)

Routinierter Bergsteiger, grandioser Autor, exzellenter Pädagoge und
vielgeachteter Volksbildner: Schlagwörter aus dem Leben von Fritz
Moravec. Der im Jahr 1997 verstorbene österreichische Alpinist würde
am 27. April seinen 90. Geburtstag feiern. Anlässlich dieses
Jubiläums erinnert ORF III Kultur und Information in einer
beeindruckenden "Land der Berge"-Dokumentation an die alpine Laufbahn
des gebürtigen Wieners. Rax, Schneeberg und Gesäuse kannte er wie
seine Westentasche, nach Kriegsende lockten ihn die Westalpen, allen
voran das Matterhorn, und im Jahr 1956 nahm er als Expeditionsleiter
an der Erstbesteigung des Achttausenders Gasherbrum II teil. Im Laufe
der Jahre unternahm er zudem Expeditionen nach Afrika und in den
hohen Norden, bis er Anfang der 1960er Jahre Leiter der
Hochgebirgsschule der Naturfreunde Österreich am Mooserboden oberhalb
von Kaprun wurde. Unter dem Ehrentitel "Bergprofessor" kennt man ihn
seit seiner Gründung der "Kinderseilschaft" und seinen international
anerkannten Ausbildungsplänen für zehn- bis 13-jährige
"Gipfelstürmer".

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Der Panzerjäger" (20.15
Uhr)

Im Hauptabend startet ORF III Kultur und Information in Kooperation
mit NTV die zehnteilige Dokumentationsreihe "Alltag unterm
Hakenkreuz" und gewährt aus einer neuen, unverstellten Perspektive
Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus. Namhafte Historiker
bewerten und analysieren Amateuraufnahmen von damals, die eigentlich
für den Privatgebrach gedreht wurden. Friedrich von Thun präsentiert
Aufnahmen von der Front und aus der Heimat: Im Fokus stehen jene
Personen, die unmittelbar in die Geschehnisse der Kriegsjahre
involviert waren. Die erste Folge zeigt eine der gefährlichsten
Aufgaben, die ein Soldat im Zweiten Weltkrieg haben konnte: Das
Filmdokument eines Panzerjägers, der an vorderster Front zum Einsatz
kommt.

Univ.-Prof. Mag. DDr. Oliver Rathkolb, Vorstand des Instituts für
Zeitgeschichte an der Universität Wien: "Das Besondere an der Serie
ist, dass hier nicht auf Propagandamaterial zurückgegriffen wird.
Dadurch wird auch der Mythos der Wochenschauen entkräftet, die ja zum
Großteil auf Propagandabildern beruhen. Durch die wissenschaftlichen
Kommentare können die durch die Alltagslinse aufgenommenen Filme in
einem größeren Gesamtkontext gesehen werden."

zeit.geschichte: "Alltag unterm Hakenkreuz: Österreich 1938" (21.00
Uhr)

In der Folge "Österreich 1938" zeigen private Farbfilmaufnahmen aus
Klagenfurt die Euphorie unzähliger Österreicher bei der Ankunft Adolf
Hitlers im April 1938. Frauen, Männer und Kinder säumen die Straßen
einer Stadt, deren Häuser hinter einem Meer aus Hakenkreuzfahnen und
Transparenten verschwunden sind. Hitler ist überrascht von den
Österreichern, als die deutsche Wehrmacht im Land einmarschiert. Der
Diktator hätte mit Widerstand gerechnet. Entgegen seiner Erwartungen
finden viele Österreicher Gefallen daran, Teil dieser neuen
Volksgemeinschaft zu sein.

Kult.reloaded: "Das Zeitventil: Das aktuelle Fernsehbrettl" (21.40
Uhr)

Streikende Bauern, deutschnationale Österreicher, die im Dialog über
Zigarettenmarken so manche Wortspiele über die braune Vergangenheit
auf Lager haben, hysterische Bondgirls und die Panik der
Nachtschwärmer, sollte Wien seine Würstelstände verlieren, sorgen im
Spätabend für eine Wiederbelebung der Lachmuskeln. Durch "das
Zeitventil" blickten 1965 Gerhard Bronner, Peter Wehle, Kurt Sobotka,
Toni Kern, Gerhard Steffen, Dolores Schmidinger, Edith Leyrer, Peter
Frick, Johann Sklenka und Erich Frank. Mit Schwung und jede Menge
guter Laune sorgen sie mit ihren Sketches und Chansons für einen
amüsanten Ausklang des Samstagabends.

Sonntag, 22. April 2012

"Erlebnis Bühne"-Künstlerporträt: "Einführung in Wagners Ring des
Nibelungen" (19.35 Uhr)

Germanische Götter, heldenhafte Menschen, Betrug, Mord, Liebe, Macht
und am Ende ein Flammenmeer, aus dem eine bessere Welt entstehen
soll. "Der Ring des Nibelungen" ist eines der umfangreichsten
musikalischen Bühnenwerke. Richard Wagner schrieb nicht nur den Text
des vierteiligen Opernzyklus', er komponierte zudem die Musik und gab
detaillierte szenische Anweisungen. Die ersten Ansätze zu diesem Opus
finden im Jahr 1843 ihren Ursprung. Nachdem sich Richard Wagner
intensiv mit den deutschen Sagen und den griechischen Mythologien
beschäftigte, verfolgte er die Intention, sich in Anlehnung an die
germanische Götterwelt kritisch mit der menschlichen Gesellschaft
auseinanderzusetzen, woraus seine dramatische Bearbeitung von
Siegfrieds Tod entstand. Erst im Anschluss schrieb er die drei
Vorgeschichten. Das Gesamtwerk Richard Wagners umfasst etwa 700
handgeschriebene Seiten. ORF III präsentiert nicht nur den epochalen
Opernzyklus unter dem Dirigat von Pierre Boulez und Starregisseur
Patrice Chéreau, sondern erzählt mit "Einführung in Wagners Ring des
Nibelungen" auch die Geschichte, die hinter der Geschichte steckt.

"Erlebnis Bühne" mit Barbara Rett: "Das Rheingold" (20.15 Uhr)

Skandal, Diskussionsstoff und schließlich gefeierte Sensation:
Patrice Chéreaus und Pierre Boulez' grandioser "Jahrhundertring"
anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bayreuther Festspiele hat
die Öffentlichkeit gespalten. Bei der Premiere im Jahr 1976 erbebte
das Festspielhaus unter wütendem Protestgeschrei ebenso wie unter
begeistertem Applaus. ORF III zeigt die legendäre Verfilmung dieser
Produktion und begrüßt Kammersänger Heinz Zednik als Zeitzeuge bei
Barbara Rett im Studio. Der gebürtige Wiener feierte in einer
Doppelrolle als "Loge" und "Mime" mit dem "Jahrhundertring" einen
sensationellen Triumph.

"Das Rheingold" erzählt die Geschichte des vom Nibelungen-Zwerg
Alberich geschmiedeten Rings, der seinem Besitzer zu endloser Macht
verhilft und durch eine List in den Händen des Gottes Wotan landet.
Welche Tragödie zu erwarten ist, wenn der ausgetrickste Zwerg den
Ring verflucht, zeigen u. a. Heinz Zednik, Donald McIntyre, Hermann
Becht und Siegfried Jerusalem.

"Erlebnis Bühne"-Künstlerporträt: "Beruf - Berufung: Charakter-Tenor
Heinz Zednik" (22.50 Uhr)

Im Spätabend dreht sich alles um Kammersänger Heinz Zednik. Die neue
Porträtserie "Beruf - Berufung" stellt Künstlerpersönlichkeiten der
Musikwelt in den Mittelpunkt. Dabei geht es weniger um biografische
Elemente der Künstler, sondern viel mehr um die Auseinandersetzung
mit dem Beruf.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at

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