- 20.04.2012, 13:00:22
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Schatz: Es braucht dringend Maßnahmen gegen Bisphenol-A-hältigen Babyfläschchen
Regierung ignoriert von Europäischer Kommission bestätigte aufrechte Gefährdungssituation
Wien (OTS) - Enttäuscht und besorgt zeigt sich Birgit Schatz,
KonsumentInnensprecherin der Grünen über die gestrige Ablehnung Ihres
Antrages zum Thema Bisphenol-A in Babyflaschen und Schnullern. Schatz
hatte darin den Gesundheitsminister aufgefordert, alle ihm möglichen
Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass umstrittene Stoffe wie
Bisphenol-A in Babyflaschen und -schnullern enthalten sind bzw.
solche Produkte auf dem österreichischen Markt angeboten werden. "Wir
wurden sogar aufgefordert, den Antrag zurück zu ziehen, weil den
Regierungsparteien die aktuelle Europäische Regelung zum Thema
ausreichend erscheint".
Faktum ist aber, dass eine im Auftrag der Europäischen Kommission
erfolgte aktuelle Untersuchung von 449 im europäischen Handel
erhältlichen Fläschchen aus unterschiedlichen Kunststoffen
(Polycarbonat, Polyethersulfon, Polyamid, Polypropylen, Silikon etc.)
schockierende Ergebnisse ergab: Trotz Kennzeichnung als "BPA-frei"
gaben 20 der 28 untersuchten Fläschchen aus Polyamid hohe bis sehr
hohe Mengen Bisphenol-A in das Babymilch-Simulat ab! Dass die
Regierungsparteien in Anbetracht dieser Tatsache keinen
Handlungsbedarf mehr sehen ist völlig unverantwortlich", so die
Konsumentenschutzsprecherin.
Schatz wird deshalb schon in der nächsten Nationalratssitzung erneut
einen Antrag zu diesem Thema einbringen. "Ich akzeptiere nicht, dass
sich die Österreichische Regierung auf einem europäischen Verbot
ausruht und verabsäumt zu kontrollieren, ob dieses überhaupt greift.
Und das tut es offenbar nicht. Wir brauchen verstärkte Kontrollen,
um garantieren zu können, dass tatsächlich keine bisphenol-A-hältigen
Babyflaschen und -schnuller am Österreichischen Markt angeboten
werden.", so Schatz.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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