- 20.04.2012, 11:58:45
- /
- OTS0144 OTW0144
AktionsGemeinschaft verurteilt Brachial-Demonstrationen: "Kollegialität unter Studierenden einfordern"
AG-Obmann Martin Brenner befürwortet Identitätsfeststellungen auch bei künftigen Audimax-Besetzungen
Wien (OTS) - Martin Brenner, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft
und somit größten Studierendenfraktion, kommentiert die gestrige
Besetzung des Audimax: "Die Brachial-Methoden, mit denen hier seitens
einiger revolutionseifernder Individuen gearbeitet wird, sind nicht
tolerierbar und haben mit demokratisch legitimen Mitteln der
Meinungsäußerung nichts mehr gemein." Wenngleich das Anliegen der
Demonstrierenden - nämlich der Protest gegen die Abschaffung des
Bachelorstudiums Internationale Entwicklung - durchaus
nachvollziehbar sei, sind dennoch solche Aktionen "aufs Schärfste
abzulehnen", so Brenner.
Katharina Hofstadler, Sprecherin der AktionsGemeinschaft
Geisteswissenschaften, streicht vor allem die Schikanen gegenüber den
Studierenden hervor: "Die Demonstrantinnen und Demonstranten
versuchen hier regelrecht die Uni samt Studierender in Geißelhaft zu
nehmen. So wurden sogar Prüfungen abgesagt, wie beispielsweise die
StEOP-Prüfung 'Schulpädagogik und Theorie der Schule' des
Lehramtsstudiums oder die 'Einführung in die qualitativen Methoden'
des Studiums Psychologie."
Brenner appelliert daher an die Demonstrantinnen und
Demonstranten: "Im Namen aller Studierender, die sich mit einem
solchen Stil nicht identifizieren können - und das ist die
überwältigende Mehrheit - fordern wir die Demonstrantinnen und
Demonstranten um mehr Kollegialität mit ihren Mitstudierenden und
ersuchen in aller Deutlichkeit, von derartigen Aktionen, die andere
Studierende an der Ausübung ihres Studiums hindern, Abstand zu
nehmen. Wir wollen studieren statt blockieren!", so Brenner, der auch
die Rolle der ÖH-Exekutive, welche sich mit den Demonstranten
solidarisiert hatte, kritisch hinterfragt.
Brenner sieht allerdings ein wesentliches Sanktionsproblem: "Es
kann nicht sein, dass im Jahrestakt das Audimax besetzt wird und die
Verantwortlichen keinerlei Konsequenzen zu spüren bekommen. Um
studierwilligen Studentinnen und Studenten künftig Schikanen dieser
Art zu ersparen, befürworten wir auch bei weiteren Besetzungen des
Audimax, sowie anderen Aktionen, die sich zu Lasten der
Mitstudentinnen und -studenten auswirken, polizeiliche
Identitätsfeststellungen aller beteiligter Personen, sodass auch
weitere rechtliche Schritte unternommen werden können", schließt
Brenner.
Rückfragehinweis:
Martin Brenner, Bundesobmann Mobil: 0650 74 29 355 Mail: [email protected] Matthias Hansy, Pressesprecher Mobil: 0660 52 45 041 Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AGP






