- 20.04.2012, 10:35:09
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Austrian Development Agency: Österreichische Unternehmen sind wichtige Partner für die Entwicklung der Zukunft!
Wien (OTS) - Im Brennpunkt der in zwei Monaten stattfindenden
RIO+20 Konferenz steht Green Economy: Ein Weg, um rund um den Globus
nachhaltig, gerecht und profitabel zu wirtschaften. Österreichische
Unternehmen gehen diesen Weg bereits heute. Sie investieren in
Entwicklungs- und Schwellenländern in faire Geschäftsmodelle,
Energieeffizienz, intelligenten Ressourcenschutz oder ökologische
Landwirtschaft. Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur
der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, fördert solche
Geschäftsideen in Kooperation mit der Oesterreichischen
Entwicklungsbank (OeEB) - mit Know-how, guten Kontakten und bis zu
200.000 Euro. Denn Unternehmen sind wichtige Partner für eine
nachhaltige Entwicklung.
Chronische Armut ist die zentrale Herausforderung von
Entwicklungsländern. Darüber hinaus sind die Menschen in diesen
Ländern besonders hart von den Folgen des Klimawandels und der
Umweltzerstörung betroffen. Sie leiden unter Bodenerosion, Dürren und
Wasserverschmutzung. Green Economy ist eine Wirtschaftsweise, die
diesen Problemen mit innovativen Lösungen begegnet. Dazu gehören
Unternehmen, die in den Ländern des Südens und Ostens profitabel
wirtschaften und gleichzeitig auf Ressourcenschutz und faire
Arbeitsbedingungen achten. Diese Unternehmen schaffen eine
ökonomische Basis für die Menschen vor Ort und helfen die
Lebensbedingungen zu verbessern. Österreichische Firmen, die sich im
Bereich Green Economy engagieren, erhalten über das Programm
Wirtschaftspartnerschaften der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit Unterstützung: So wurden in den
vergangenen sechs Jahren bereits 69 Unternehmensprojekte mit
entwicklungspolitischem Mehrwert mit insgesamt 20 Millionen Euro
gefördert.
"Wir interessieren uns für Geschäftsideen, die einen Gewinn für
alle bringen: Für die Unternehmen, die Umwelt und die Menschen vor
Ort. Viele erfolgreiche Wirtschaftspartnerschaften sind dafür ein
starkes Signal und laden zum Nachahmen ein", betont Brigitte
Öppinger-Walchshofer, Geschäftsführerin der Austrian Development
Agency.
Gute Ideen für nachhaltige Entwicklung - Best Practice Projekte
aus Österreich
Das Büro für Wirtschaftspartnerschaften in der ADA bietet
Unternehmen mit Fokus auf Green Economy kompetente Beratung, gute
Kontakte und Zuschüsse in der Höhe von maximal 200.000 Euro, in
besonderen Fällen sogar bis 500.000 Euro. Erfolgreiche
Wirtschaftspartnerschaften in Usbekistan, Mazedonien und Ägypten
zeigen, dass sich unternehmerisches Engagement für nachhaltige
Entwicklung lohnt.
Alles Bio
MARAP Handels GmbH konserviert die süßesten Früchte mit
CO2-neutraler Solar- und Biomasse-Trocknungsanlage in Usbekistan
Vitaminbomben wie getrocknete Süß- und Sauerkirschen der Marap
Handels GmbH stammen großteils aus Bio-Anbau in Usbekistan. Jetzt
werden die gesunden Snacks mit einer Innovation der
oberösterreichischen Technikfirma Cona auch umweltfreundlich
konserviert. In der Gegend rund um die Stadt Samarkand wurde mit
Unterstützung des Programms Wirtschaftspartnerschaften der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit eine CO2-neutrale Solar-
und Biomasse-Trocknungsanlage errichtet. Im Sinne einer
Kreislaufwirtschaft werden damit Verarbeitungsabfälle, wie Schalen
oder Kirschkerne, als Biomasse genutzt. Seit Jahren forciert Marap
den Anbau von Bio-Obst in der fruchtbaren, aber armen Region an der
Seidenstraße - mit der Tochterfirma DP Silk Road Organic Foods und
über 150 KleinbäuerInnen. Die neuartige Verarbeitungstechnologie
bedeutet Unabhängigkeit der Landwirtschaft von der instabilen
Energieversorgung. Als Vorreiter ermöglicht das Projekt mit der
Qualifizierung zweier Installateur-Betriebe darüber hinaus
Folgeaufträge in ganz Zentralasien. Mit Vorteilen für alle: Die
Lieferkette mit Bio- und Fairtrade-Produkten wird im wachsenden Markt
gesichert. Es werden Arbeit und ein sicheres Einkommen für die
Menschen vor Ort geschaffen und die Umwelt geschont.
Gute Dämmung spart satte Energie
Sto Ges.m.b.H. forciert energieeffiziente Bauweise in
Mazedonien
Auf dem Gebiet der Wärmedämmung ist die Kärntner Sto GmbH, Tochter
der deutschen Sto AG, Weltmarktführer. Seit 2007 bietet der
mittelständische Erfolgsbetrieb als Wirtschaftspartner der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit sein Know-how über
energieeffizientes Bauen, Wärmeschutz und Passivhausbau auch in
Mazedonien an. Erfolge gibt es bereits: Für rund 2.000
ProfessionistInnen der Baubranche stehen durch die
Wirtschaftspartnerschaft weitgehend EU-konforme, mazedonische
Projektierungs- und Verarbeitungsrichtlinien für Wärmeverbundsysteme
zur Verfügung - herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Technischen
Universität in Skopje und der mazedonischen Kammer der Architekten
und Bautechniker. Fachberatungen bringen energieeffiziente Lösungen
an ein breites Publikum. Wirtschaftliche Anreize verdeutlicht ein
Computerprogramm (in mazedonischer, albanischer und serbischer
Sprache): Per Mausklick können BauunternehmerInnen und
HäuslbauerInnen attraktive Energiesparpotenziale durch
energieeffiziente Fassadendämmungen auf Basis der Klimadaten
Mazedoniens berechnen.
Mit der Kraft der Sonne aus der Energiekrise
Österreichische Solar-Spezialisten - Sekem Energy GmbH und
Pink GmbH - bauen Solarthermie in Ägypten aus
Sonnenreiche Länder wie Ägypten könnten in Zukunft ihren
Energiebedarf ohne große Investitionen mit Solarthermie decken. Noch
mangelt es aber an Know-how, geschulten Fachleuten und Bewusstsein
für die umweltschonende Energieform. Bisherige Pilotversuche mit
Solaranlagen sind im 2.300 Kilometer entfernten Wüstenstaat oft
gescheitert. Denn Sandstürme und der hohe Salzgehalt der Luft machen
empfindliche Kollektoren ohne fachgerechte Wartung in kürzester Zeit
funktionsuntüchtig. Das soll sich ändern: Im Rahmen einer
Wirtschaftspartnerschaft der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit werden europäische Solarsysteme bis 2014
an ägyptische Verhältnisse angepasst und zu erschwinglichen Preisen
verfügbar sein. In Zusammenarbeit mit den österreichischen
Solar-Spezialisten Sekem Energy GmbH und Pink GmbH aus der
Steiermark, GREENoneTEC GmbH aus Kärnten sowie den ägyptischen
Partnern SEKEM, E-Green und EcoEnergy stellen ExpertInnen ihr
gebündeltes Know-how für Bildungsinstitutionen und Firmen vor Ort zur
Verfügung. Fachkräfte werden geschult - damit künftig professionell
installierte und gut gewartete Sonnenkollektoren ausreichend saubere
Energie liefern. In Kooperationen mit lokalen Firmen soll darüber
hinaus die Produktion und der Vertrieb von Komponenten für
Qualitäts-Solaranlagen in Ägypten aufgebaut werden. Die
Wirtschaftspartner haben also gute Karten, im Land am Nil ein offenes
Klima für erneuerbare Energie, zukunftsträchtige Green Jobs und
nachhaltige Entwicklung zu schaffen.
ADA unterstützt UN Global Compact-Netzwerk in Österreich
Mit mehr als 10.000 teilnehmenden Unternehmen ist der UN Global
Compact heute die weltweit größte Plattform für unternehmerische
Verantwortung. Das österreichische Global Compact Netzwerk wird unter
anderem von der Austrian Development Agency unterstützt und von
respACT - austrian business council for sustainable development
koordiniert. Rund um "Rio+20" wird auch hier 2012 der Schwerpunkt auf
der Förderung von Green Economy gesetzt. Renommierte Unternehmen in
Österreich - von OMV, Novartis oder den Wiener Stadtwerken
(www.unglobalcompact.at) - sind bereits Global Compact Teilnehmer.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika, Südost- und Osteuropa bei ihrer
nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien. Die
Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, setzt Programme und Projekte gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.
Rückfragehinweis:
Austrian Development Agency (ADA), das Unternehmen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Information und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Claudia Gruber Tel.: +43 (0)1 90399-2420 [email protected] www.entwicklung.at
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