• 19.04.2012, 10:37:35
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Bären in der Nachbarschaft

Landesrat Schwärzler verweist auf vorsorgliche Verhaltensempfehlungen

Bregenz (OTS/VLK) - Im Grenzgebiet von Tirol und Graubünden
sorgen zwei aus Italien eingewanderte Bären für Aufsehen. Durch die
räumliche Nähe zu Vorarlberg kann auch hier ein baldiges Auftauchen
der Bären nicht ganz ausgeschlossen werden. Obwohl grundsätzlich kein
Grund zur Besorgnis besteht, sollten laut Landesrat Erich Schwärzler
bestimmte Verhaltensregeln eingehalten werden.

Vor wenigen Tagen wurde ein etwas auffälliger, wenig scheuer Bär
von der Schweizer Wildhut narkotisiert und mit einem Sender versehen.
Dadurch kann er über GPS recht gut überwacht und wenn notwendig mit
Hilfe von erprobten Maßnahmen zu einer Verhaltensänderung angehalten
werden. Der anhand von DNA-Proben als M 13 identifizierte zweijährige
Braunbär aus dem Trient zeigt sich im Vergleich zu seinem bislang
harmlosen Kollegen insofern etwas auffällig, als er sich hin und
wieder menschlichen Siedlungen bzw. Einrichtungen nähert und weniger
scheu ist als andere Bären. Als mögliche Einwanderungsrouten nach
Vorarlberg kommen vor allem die Silvretta- oder Verwallgruppe in
Frage.

Gewisse Bären, wie z.B. der M 13, sind sehr neugierig und suchen
vor allem mögliche Nahrungsquellen wie Mülleimer, Komposthäufen,
Bienenhäuser, ungeschützte Ställe bzw. Koppeln von Kleintieren aber
auch Wildfütterungen gerne auf. "Wenngleich Bären als friedlich
gelten, können plötzlich vom Menschen überraschte Tiere auch
gefährlich reagieren", erklärt Landeswildbiologe Hubert Schatz. Die
Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens soll daher durch bestimmte
Verhaltensanleitungen so gering als möglich gehalten werden.

Präventionsmaßnahmen
- Entsorgen Sie keine Küchenabfälle auf Komposthaufen und lagern Sie
keine Abfallsäcke im Freien.
- Führen Sie Tierkadaver rasch der Tierkörperverwertung zu und lagern
Sie diese nicht in unmittelbarer Hofnähe.
- Schützen Sie Bienenhäuser und Kleinvieh durch intakte Elektrozäune.

Verhaltensregeln beim Kontakt mit Bären
- Machen Sie durch Sprechen, Singen und deutliche Handbewegungen auf
sich aufmerksam.
- Werfen Sie keine Gegenstände auf den Bären und rennen Sie nicht
hastig davon.
- Gehen Sie nicht auf bewusste Bärensuche und verzichten Sie auf
Foto-Schnappschüsse.
- Hinweise zu und Beobachtungen von Bären melden Sie bitte der
zuständigen Bezirkshauptmannschaft und dem Jagdschutzorgan.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196
   mailto:[email protected]
   http://www.vorarlberg.at/presse
   
   Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67

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