- 18.04.2012, 17:34:41
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"Kinder - fit für die Zukunft!?"
Wien (OTS) - Pharmig als Kooperationspartner bei der "Alpbach
Talks" Veranstaltung zum Thema "Kinder - fit für die Zukunft!?"
Hochkarätige Podiumsdiskussion zum Thema Kindergesundheit in der
Wiener Albertina.
Unser Gesundheitswesen ist Weltklasse - und gleichzeitig ist
Österreich Tabellenletzter, wenn es um die Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen geht: "In keinem Land rauchen mehr Jugendliche als in
Österreich, wir haben die höchste Rate an Gewalterfahrung und 10 bis
15 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind psychisch auffällig",
konstatierte Dr. Klaus Vavrik, Kinderarzt und Vorsitzender der Liga
für Kinder- und Jugendgesundheit bei einer Veranstaltung des Forum
Alpbach in Wien.
Die Weichen für ein gesundes Leben werden jedoch in der Kindheit
gestellt. Wie gesund die Österreicher in Zukunft sein werden, und
welche Belastungen auf das Gesundheitswesen zukommen, hängt daher
entscheidend davon ab, wie Kinder und Jugendliche aufwachsen und in
welcher Umwelt sie aufwachsen. Mit der Frage, wie Kindern ein guter
Start in ein gesundes Leben ermöglicht werden kann, haben sich bei
den Alpbacher Gesundheitsgesprächen 2011 über 400 Teilnehmer
beschäftigt.
"Die Sensibilität für das Problem hat sich erhöht", so die Bilanz
von Gesundheitsminister Alois Stöger über die in Alpbach begonnene
Diskussion. Und es sei deutlich geworden, dass über die Gesundheit
von Kindern und Jugendlichen nicht allein im Gesundheitsministerium
entschieden werden könne. Beim Thema "Gesunde Ernährung" in Schulen
und Kindergärten etwa seien auch andere Ressorts und die Länder
gefordert - und "jetzt bewegt sich einiges, weil alle mitmachen".
Für Bewegung und Gesundheitsbewusstsein könne bereits im
Kindergarten viel erreicht werden, sagte Birgit Hartel vom Charlotte
Bühler Institut für praxisorientierte Kleinkinderforschung bei der
Veranstaltung. Für die Qualität der Betreuung seien Länder und
Gemeinden zuständig. Investitionen in diesem Bereich würden jedoch zu
besserer Gesundheit, zu besserer Bildung führen und letztlich zu
besserer wirtschaftlicher Entwicklung und höheren Steuereinnahmen. In
keinem anderen Bereich sei mit einem so hohen "social return on
investment" zu rechnen wie bei der besseren Betreuung und Versorgung
von Kindern und Jugendlichen.
"Gesundheitsförderung muss im Grätzel und in der Schule beginnen",
sagte Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales in Wien.
So wie vor 20 Jahren Anregungen zu Umweltschutz und Mülltrennung von
der Schule in die Familien getragen wurde, sei das auch für gesundes
Verhalten möglich. In einem aktuellen Projekt zur "Gesunden Jause" in
einem Wiener Bezirk würden die Kinder wieder lernen, statt
zuckerhaltiger Softdrinks das gesunde Wiener Wasser zu trinken. Das
sei obendrein sogar preiswerter, so Wehsely.
Einen neuen Weg, der auch für Kindergesundheit relevant sein
könnte, beschrieb Peter McDonald von der SVA der gewerblichen
Wirtschaft: "Wer definierte Gesundheitsziele erreicht und sich so
gesund und fit hält, zahlt bei der SVA weniger Kassenbeiträge."
"Die pharmazeutische Industrie unterstützt die Anstrengungen zur
Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit. Die Industrie ist
nicht nur in der Entwicklung von modernen und wirksamen Medikamenten
aktiv, sondern bringt ihre Kompetenz auch dazu ein, einen gesunden
Lebensstil bei jungen Menschen zu fördern", betonte der
Generalsekretär der Pharmig, Dr. Jan Oliver Huber, in seinen
Begrüßungsworten. Und sie lasse ihren Worten auch Taten folgen,
verwies er auf die gemeinsame Initiative des Hauptverbandes, der
Krankenkassen und der Pharmawirtschaft, mit der noch heuer Projekte
im Bereich Kindergesundheit und Prävention im Ausmaß von 6,75
Millionen Euro gefördert werden.
Bereits bei den Alpbacher Gesundheitsgesprächen 2011 waren die
Herausforderungen im Bereich der Kinder-und Jugendgesundheit ein
prominentes Thema. Die Veranstaltung verstand sich auch als
Standortbestimmung hinsichtlich den seither erzielten Veränderungen
und schlug eine thematische Brücke zu den Alpbacher
Gesundheitsgesprächen 2012, die den Titel " Kinder- und
Jugendgesundheit: die Zukunft beginnt heute" tragen werden.
Das Forum Alpbach hat die "Alpbach Talks" ins Leben gerufen, um
die offene, zukunfts- und lösungsorientierte Diskussionskultur des
Europäischen Forums Alpbach nach Wien zu bringen.
Fotos von der Veranstaltung finden Sie auf www.pharmig.at im
Pressebereich.
Über die Pharmig: Die Pharmig ist die freiwillige
Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit
hat der Verband 120 Mitglieder (Stand Jänner 2012), die den
Medikamenten-Markt zu fast 100 Prozent abdecken. Die
Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten Arbeitsplätze für ca. 10.000
Beschäftigte.
Rückfragehinweis:
Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Communication & PR, Mag. Barbara Grohs
Tel.: 01/40 60 290-20
Mail: [email protected]
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