• 18.04.2012, 13:11:53
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Kulturministerin Schmied: Urheberrecht rasch ändern - Kunstschaffende fair entlohnen

Gesetzliche Grundlagen für zeitgemäßes Urheberrecht möglichst noch 2012 schaffen - Festplattenabgabe soll Ergiebigkeit der Einnahmequellen wiederherstellen

Wien (OTS/SK) - Kulturministerin Claudia Schmied hat heute,
Mittwoch, bei einem Pressegespräch im Literaturhaus Wien die
Notwendigkeit bekräftigt, das Urheberrecht rasch zu ändern. Es gelte,
mittels einer Festplattenabgabe "die Ergiebigkeit der
Einnahmenquellen wiederherzustellen", um so die Rahmenbedingungen für
eine faire Entlohnung der Leistung von Kunstschaffenden
sicherzustellen, sagte Ministerin Schmied. Die Kulturministerin
zeigte sich zuversichtlich, dass es gemeinsam mit Justizministerin
Karl gelingen wird, die gesetzlichen Grundlagen für ein zeitgemäßes
Urheberrecht noch 2012 zu schaffen. "Wir sind guter Dinge und gut
vorbereitet", betonte Schmied mit Verweis auf die vielen Vorarbeiten,
Gesprächsrunden und vorzeigbaren Ergebnisse der interministeriellen
Arbeitsgruppen. ****

"Buch und Literatur im digitalen Zeitalter: Kunst und Geld, Wert und
Preis" - das war das Thema des Pressegesprächs, an dem neben
Kulturministerin Schmied auch Gerhard Ruiss (Geschäftsführer IG
Autorinnen Autoren), Sandra Csillag (Geschäftsführerin
Literar-Mechana) sowie Benedikt Föger (Vizepräsident Hauptverband des
Österreichischen Buchhandels) teilnahmen. Ministerin Schmied
unterstrich in der Diskussion zum Urheberrecht drei zentrale Punkte:

+ Kunstschaffende müssen für ihre Arbeit ein faires Einkommen
erzielen.
+ Das Thema Urheberrecht steht im Zusammenhang mit mehreren Ressorts
und bedarf breiter Positionierung. Daher wurden bereits
interministerielle Arbeitsgruppen eingesetzt.
+ Das Urheberrecht muss mit der Entwicklung der Zeit gehen und
braucht eine Anpassung.

Wie reformbedürftig das Urheberrecht ist, zeigen auch zwei Zahlen. So
gab es im Jahr 2005 noch 17,6 Millionen Euro Einnahmen für Urheber,
während es im Jahr 2011 nur mehr 7,9 Millionen Euro waren. Dieser
Rückgang sei nicht auf eine geänderte Verteilung zurückzuführen,
sondern auf eine geänderte technologische Entwicklung (Rückgang der
Leerkassettenabgabe und Zunahme der Festplattenspeicherung). Es sei
daher klar, dass es "dynamische Anpassungsprozesse braucht, um für
faire Einnahmemöglichkeiten zu sorgen, die Kunstschaffenden zugute
kommen", bekräftigte Schmied.

Ministerin Schmied betonte in der Diskussion auch die zentrale
Bedeutung von Kunst und Kultur, die für unser Land von unbezifferbar
hohem Wert sind - und das sowohl gesellschaftlich als auch
ökonomisch, so Schmied mit Verweis auf hohe Beschäftigungseffekte.
Umso erfreulicher sei es daher, dass es auch in budgetär angespannten
Zeiten gelungen ist, das Kunstbudget stabil zu halten. So gebe es
etwa bei der Literatur "eine Förderung, die sich sehen lassen kann"
und die heuer auf 11,7 Millionen Euro gestiegen ist, während es im
Jahr 2006 10,6 Millionen Euro waren. (Schluss) mb/bj

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

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