• 18.04.2012, 12:54:06
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Malawi: Aids bleibt eine besondere Herausforderung - BILD

Kinder bei der Gesundheitserziehung in einem Kindergarten am 17.11.10 in Chimbalu. Foto Jakob Studnar - Fotopool

Wien (OTS) - Aids ist im ostafrikanischen Staat Malawi die
häufigste Todesursache bei Erwachsenen. Über eine halbe Million
Kinder hat die Immunschwächekrankheit bereits zu Waisen gemacht. Pro
Jahr werden in Malawi rund 20.000 HIV-positive Babys geboren. Vor
allem in den ländlichen Gebieten, in denen Armut besonders groß ist,
brauchen die von Aids betroffenen Familien dringend Unterstützung.

Die Kindernothilfe Österreich ruft jetzt zu einer Spendenaktion
für ein Projekt für 3.000 von Aids betroffene Kinder im Distrikt
Ntchisi auf. Die Dorfgemeinschaften werden dabei aktiv in die
Hauskrankenpflege und Betreuung der von Kindern geführten Haushalte
einbezogen. Auch der regelmäßige Schulbesuch wird gefördert;
Milchziegen und Saatgut werden an die Bedürftigsten vergeben. Die
Hospizbegleitung erarbeitet gemeinsam mit todkranken Eltern kleine
Erinnerungsbüchlein. Diese enthalten wichtige Informationen für die
Kinder und helfen ihnen später hr Leben ohne Eltern besser zu
meistern.

HIV/Aids ist eine besondere Herausforderung für die seit April
2012 in Malawi neu amtierende Präsidentin Joyce Banda. Der
wirtschaftlich schwache ostafrikanische Staat müsste zur lückenlosen
medikamentösen Versorgung aller Aidskranken im Land rund 8 Prozent
der gesamten Staatseinnahmen aufwenden. Obwohl in den letzten Jahren
Fortschritte erzielt wurden, warten noch immer rund 250.000 Menschen
in Malawi auf die lebensverlängernden antiretroviralen Medikamente.

Die weltweiten Sparprogramme bedrohen insbesondere die Vermeidung
der Mutter-Kind-Übertragung des Virus in armen afrikanischen Staaten.
Die Kindernothilfe Österreich fordert von der internationalen
Staatengemeinschaft mehr finanzielle Mittel für Kinder und werdende
Mütter um einen ausreichenden Zugang zu angemessener
Gesundheitsvorsorge und HIV-Therapie sicherzustellen. Ohne
ausreichendes finanzielles Engagement zum gegenwärtigen Zeitpunkt
sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen zur Vermeidung der
HIV-Übertragung gefährdet. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, werden
sowohl die Zahl der von HIV und Aids betroffenen Kinder, als auch die
damit verbundenen Kosten in den nächsten Jahren dramatisch steigen,
warnt die Kindernothilfe Österreich.

Spendenkonto:
Erste Bank Nr. 310028-03031, BLZ 20111
Online-Spenden:
https://www.kindernothilfe.at/online_spenden-pid-6468.html

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Gottfried Mernyi,
Kindernothilfe Österreich Kommunikation
01/513 93 30 - 20

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