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OTS0146   18. Apr. 2012, 12:37

Siemens Österreich lebt Integration

Betriebsbesuch von Integrationsstaatssekretär Kurz bei Siemens Österreich


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Die Siemens AG Österreich empfing heute, Mittwoch, 18. April 2012, Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz. Anlässlich dieses Betriebsbesuchs erläuterte Generaldirektor Wolfgang Hesoun die Integrationsaktivitäten im Unternehmen. Schwerpunkt des Zusammentreffens war ein gemeinsamer Besuch der Siemens-Lehrwerkstätte in Wien Floridsdorf, in der momentan rund 250 Jugendliche ausgebildet werden. Österreichweit einzigartig ist das spezielle Ausbildungsangebot für Jugendliche mit vermindertem Hörvermögen, unter Ihnen auch viele mit Migrationshintergrund. Vereinbart wurde auch die Unterstützung der Integrationsstaatssekretariats-Aktion "Zusammen Österreich" durch Siemens Österreich.

"Integration wird durch Leistung ermöglicht. Wer einen Beitrag leisten kann, einen Beruf hat und ein selbstständiges Leben führen kann, fühlt sich in Österreich auch zuhause. Im politischen Bereich müssen wir dafür notwendige Rahmenbedingungen schaffen, gelebt werden muss Integration aber vor Ort. Siemens Österreich ist dafür ein sehr gutes Beispiel: Das Unternehmen setzt einen Schwerpunkt im Bereich Integration, fordert und fördert, dass junge Menschen hier in Österreich etwas leisten können. Für dieses Engagement bedanken wir uns sehr herzlich!", so Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz.

"Als Headquarter für 19 Länder Mittel- und Südosteuropas gehört für uns der gedeihliche Umgang mit verschiedenen Kulturen zu einer Selbstverständlichkeit. Was bei uns zählt ist ausschließlich persönliche Qualifikation und Einsatzbereitschaft. Die Herkunft oder Geschlecht spielen keine Rolle. Um wettbewerbs- und konkurrenzfähig zu bleiben, braucht es qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte. Als leistungsorientierte Organisation ist es daher Teil unserer strategischen und nachhaltigen Ausrichtung unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern keine Barrieren - sei es wegen ihrer Herkunft, Religion, ethnischen Zugehörigkeit, Alter, Geschlecht, Sexualität - in den Weg zu stellen, sondern für eine optimale Zusammenarbeit zu sorgen. Die positiven Auswirkungen dieses Ansatzes auf die Arbeitszufriedenheit, Personalrekrutierung, Kundenbeziehungen, Kreativität und letztlich das Geschäft sind unbestritten und können sich sehen lassen", so Generaldirektor Hesoun.

Internationalität bei Siemens

Siemens ist weltweit in rund 190 Regionen aktiv und nimmt mit seinen Geschäftsaktivitäten in den Sektoren Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities weltweit führende Markt- und Technologiepositionen ein. In den zehn größten Landesgesellschaften, zu denen auch Siemens Österreich zählt, arbeiten Menschen aus rund 140 Nationen an innovativen Konzepten und visionären Ideen. Siemens Österreich verantwortet neben dem regionalen Markt auch das Geschäft in 18 Ländern Mittel- und Südosteuropas, inklusive Israel und Türkei. In diesem Wirtschaftsraum arbeiten circa 36.500 Menschen für Siemens. In Österreich beschäftigt Siemens etwa 12.300 Menschen. Die Belegschaft von Siemens Österreich umfasst neben Österreichern und Deutschen unter anderem auch MitarbeiterInnen mit slowakischer, serbischer, ungarischer, bosnischer, kroatischer, italienischer, slowenischer, rumänischer und türkischer Staatsbürgerschaft. Die größte Gruppe der vorübergehend nach Österreich delegierten Siemens-KollegInnen stellen deutsche Staatsbürger dar, gefolgt von Slowaken, Kroaten und Rumänen. Insgesamt arbeiten bei Siemens Österreich momentan rund 650 sogenannte Delegates, darunter auch Schweden, Inder und Engländer.

Ausbildungsprogramme mit dreifacher Integrationswirkung

Das Bemühen um die optimale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund steht auch bei den verschiedenen Ausbildungsprogrammen, die Siemens Österreich anbietet, im Fokus. Im Bereich der Lehrlingsausbildung nimmt Siemens Österreich mit einer über 90-jährigen Tradition und einem speziellen Angebot für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, das es bereits seit 15 Jahren gibt, in Österreich eine Spitzenposition ein. Die sogenannte integrative Lehrlingsausbildung bei Siemens Österreich - in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice (AMS), dem Bundessozialamt und dem Sozialministerium - bietet vor allem Jugendlichen mit vermindertem Hörvermögen die Möglichkeit einer Vollqualifizierung ohne Lehrzeitverlängerung im Lehrberuf Elektronik. Möglich ist das durch den Einsatz von - momentan sechs - Gebärdendolmetschern, die die Einbindung von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt erleichtern und Barrieren abbauen helfen. Der integrative Aspekt dabei ist, dass die beeinträchtigten Lehrlinge gleichzeitig mit allen anderen Lehrlingen unterrichtet und ausgebildet werden.

Seit Beginn des Programms haben bereits 100 junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen eine integrative Ausbildung absolviert. In der Regel werden rund 80 Prozent der AbsolventInnen nach Lehrabschluss in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis durch andere Betriebe übernommen, der Rest findet bei Siemens eine Anstellung. Bei den - derzeit 24 - integrativen Lehrlingen liegt der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund (1. oder 2. Generation) bei etwa 50 Prozent. Die Gebärdensprache mit ihren aussagekräftigen Bildern hilft hier Sprachbarrieren zu überwinden.

Der dritte integrative Aspekt betrifft die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen, der sowohl den integrativen Zweig, als auch die Lehrlingsausbildung insgesamt betrifft. Siemens Österreich ist beispielsweise seit 2007 Partner des FIT (Frauen in Handwerk und Technik)-Programms des AMS. Hierbei wird Frauen die Möglichkeit einer FacharbeiterInnen-Intensivausbildung im Bereich "Elektronik" geboten. In dieser Ausbildungsschiene ist der Anteil an Frauen mit Migrationshintergrund traditionell hoch, bei Siemens Österreich liegt er derzeit bei rund 45 Prozent. "Siemens Österreich ist nicht nur einer der führenden Lehrlingsausbildner des Landes. Die Integration von benachteiligten Menschen in den Arbeitsmarkt ist generell eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen", so Hesoun abschließend.

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