- 18.04.2012, 12:25:36
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BZÖ-Haubner: "Stöger muss endlich die Kinderhospize im Gesundheitssystem verankern"
"SPÖ und ÖVP sollen sich nicht immer auf die Länder ausreden"
Wien (OTS) - "Es gibt österreichweit keine Kinderpalliativbetten
und kein stationäres Kinderhospiz, das Kinder und seine Familien oder
das erkrankte Kind allein längerfristig aufnimmt und damit hilft, die
betroffenen Eltern und Familien zu entlasten. Auch gibt es kein
Tageshospiz für Kinder und Jugendliche", kritisierte heute
BZÖ-Familiensprecherin Abg. Ursula Haubner. "Gesundheitsminister
Stöger muss daher die Einbeziehung von Kinderhospizen in das
österreichische Gesundheitssystem endlich verankern", so Haubner
weiter, die den derzeitigen Zustand als "beschämend für unser Land"
bezeichnet.
"Derzeit stellt sich die palliative Versorgung lebensverkürzend
erkrankter Kinder im österreichischen Gesundheitssystem nur
zersplittert dar. Eltern pflegen ihr sehr krankes Kind zu Hause, wenn
sie es nicht einer Pflegeeinrichtung anvertrauen wollen. Bei
Aufnahmen in Kinderkrankenhäusern droht der hohe Pflegeaufwand deren
Rahmen zu sprengen, zusätzlich ist die palliative Begleitung
systemfremd und nicht im Arbeitsauftrag der Einrichtungen enthalten",
erklärte Haubner.
"Alle Einrichtungen, die kinderpalliative Dienste und Betten
anbieten, beruhen auf privater Organisation und sind großteils
spendenfinanziert. Es gibt somit keine Einrichtung, die Familien mit
palliativen Kindern und Jugendlichen entlastet und die gleichzeitig
im Gesundheitssystem verankert ist. Diesen Missstand muss der
Gesundheitsminister endlich abstellen. Da ohnehin alle
Parlamentsparteien für eine Änderung sind, müssen auch SPÖ und ÖVP
agieren und sich nicht immer auf die Zuständigkeit der Länder
ausreden", schloss Haubner.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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