- 16.04.2012, 13:59:50
- /
- OTS0189 OTW0189
Missbrauch von Kinderrechten - Es soll nicht heißen, dass wir nicht gewarnt haben!
Wien (OTS) - Beim nächsten schweren Fall von Kindesmisshandlung
und Kindesmissbrauch sind die Politiker im Bund und Ländern vor
Gericht zu stellen, nicht die Basis-MitarbeiterInnen des Jugendamtes.
Landesregierungen und Landesverwaltung haben neuerlich im Streit
um Geld den zeitgemäßen Schutz von Kindern verhindert! Minister
Mitterlehner und seine ressortverantwortlichen Vorgängerinnen haben
sich durch das "Totschlagargument" - Konsultationsmechanismus - dafür
hergegeben, wichtigste fachliche Forderungen fallen zu lassen -
anstatt den Konsultationsmechanismus auch tatsächlich einzuberufen
und darüber zu verhandeln, was bestimmte fachliche Forderungen kosten
und wer sie zahlen soll!
Fachliche Argumente und verfassungsmäßige Rechte von Kindern und
Jugendlichen sind in dem jahrelangen Ringen um ein neues Gesetz
völlig verloren gegangen.
Nicht SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen sind säumig und
vernachlässigen den Schutz von Kindern, sondern die Politik und die
Verwaltung! Sie meinen, es sei vernachlässigbar, einheitliche
Standards zu beschließen und ausreichend Personal zu finanzieren und
somit Kinderschicksale von "Luca" und "Cain" soweit wie möglich zu
verhindern.
Das ist fahrlässig und für Österreich unwürdig!
Ein zeitgemäßer Kinderschutz braucht:
- Bundesweit einheitliche Qualitätskriterien und Qualitätssicherung - Vier-Augenprinzip bei der Gefährdungsabklärung - Einheitliche Standards bei der Informationsweitergabe und interdisziplinären Kooperation, Nahtstellenmanagement - Eine/n unabhängige/n Kinder- und Jugendhilfebeauftragten, der die Umsetzung der Reformen beobachtet und darüber regelmässig berichtet - Sicherstellung der therapeutischen Hilfen für Kinder und Jugendliche. - Fortsetzung von Betreuungen auch über das 18. Lebensjahr hinaus - Integrierung der UN Konvention über die Rechte des Kindes
Der Österreichische Berufsverband der SozialarbeiterInnen fordert
die PolitikerInnen in Bund und Ländern auf, ihre Verantwortung für
alle Kinder und Jugendlichen in Österreich wahrzunehmen und ein
wirksames, wie im Erstentwurf vorgeschlagenes, Kinder und
Jugendhilfegesetz zu beschließen!
Rückfragehinweis:
OBDS - Österreichischer Berufsverband der SozialarbeiterInnen
Vorstand
Maria Moritz DSA, Vorsitzende
Tel.: 0699 11046488
Olga Zechner DSA, stv. Vorsitzende
Tel.: 0676 6924844
Georg Dimitz DSA, Vorstand obds
Tel.: 0664 1010043
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






