- 16.04.2012, 12:53:32
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Vorarlberger Finanzführerschein hat sich etabliert
Jugendliche fit für eine schuldenfreie Zukunft machen
Bregenz (OTS/VLK) - Was 2006 als Initiative des Landes Vorarlberg
begann, ist mittlerweile ein nicht mehr wegzudenkendes Angebot in der
Schuldenprävention: der Vorarlberger Finanzführerschein "Fit fürs
Geld". Fast 16.000 Jugendliche haben in den letzten sechs Jahren an
dem Projekt teilgenommen, heuer im Juni kann Landesrätin Greti Schmid
schon den 6.000-sten fertigen Finanzführerschein überreichen.
"In der heutigen Zeit, die stark vom Konsum geprägt ist, ist es
besonders wichtig, dass junge Menschen so früh wie möglich einen
verantwortungsbewussten und vernünftigen Umgang mit Geld lernen,
sagte Schmid am Montag, 16. April 2012, im Landhaus im Rahmen einer
Zwischenbilanz. Der Vorarlberger Finanzführerschein sei eine nach wie
vor österreichweit einzigartige Initiative und habe sich als sehr
wirksames Schuldenpräventionsinstrument etabliert. Dies nicht
zuletzt, weil die Workshops, Schulveranstaltungen und
Lehrlingstreffen nach dem Motto "erklären, nicht belehren"
funktionieren. Das Thema Geld wird ohne erhobenen Zeigefinger, aber
immer mit Bezug auf die Fragen, Lebenssituationen und Anliegen der
teilnehmenden Kinder und Jugendlichen erarbeitet.
IfS-Schuldenberater Peter Kopf hob die enge Kooperation des Landes
Vorarlberg mit Arbeitsmarktservice, Arbeiterkammer,
Wirtschaftskammer, Hypobank, Raiffeisen-Banken, Sparkassen,
Volksbanken, aha, Südwind und IfS-Schuldenberatung. Dadurch könne der
Umgang mit Geld aus verschiedenen Blickwinkeln gesehen werden und mit
den Kindern und Jugendlichen besprochen und erlebbar gemacht werden.
Auf dem Weg zum Finanzführerschein werden die jungen Menschen
altersgerecht in drei Stufen (S für11-Jährige, M für 14/15-Jährige
und L für 16-18-Jährige) über den (besseren) Umgang mit Geld
informiert, unterrichtet und aufgeklärt. Im Jahr 2011 wurde das
Angebot um das Modul "Finanzwissen kompakt" erweitert, mit welchem
nun auch junge Leute zwischen 18 und 25 Jahren erreicht werden.
Auch im laufenden Jahr wird an einer ständigen Verbesserung des
Angebotes gearbeitet. So wurden bereits mehrere Maturaklassen bei der
Umsetzung eines Maturaprojektes unterstützt. Das Besondere daran:
Schüler hören von Gleichaltrigen viel über den Umgang mit Geld,
Schulden, Schuldenfallen und wie man sich davor schützen kann.
Kooperationen wie die Zusammenarbeit bei der Umsetzung eines
Diplomprojektes der FH Vorarlberg zum Thema "Schuld(en)gefühle" oder
die Teilnahme an der "Langen Nacht der Lehre" im Leiblachtal gehören
mittlerweile genauso zum Jahresprogramm des Finanzführerscheins wie
die Beratung und Unterstützung einzelner Lehrpersonen, denen die
finanzielle Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler ein Anliegen ist.
Rückfragehinweis:
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