- 16.04.2012, 12:39:32
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ÖAMTC: Chronologie der Kraftstoff-Preisgestaltung in Österreich
Von klassischer Preisregelung bis zum freien Markt war alles schon dabei
Wien (OTS) - Gerade vor Ostern hat sich die Spritpreis-Spirale
wieder erbarmungslos nach oben gedreht. Viele Autofahrer stellen sich
daher die Frage, ob das früher auch schon so war und wie die hohen
Preise eigentlich zu Stande kommen. "Bis 1981 gab es in Österreich
eine 'klassische' Preisregelung für die Kraftstoff-Preise", berichtet
dazu ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Die
Sozialpartner bildeten die sogenannte paritätische Kommission, die
die Preise nach unterschiedlichen Kriterien, wie beispielsweise der
Ölpreisentwicklung, festsetzten." Dieses System wurde am 15.
September 1981 abgeschafft - ab diesem Zeitpunkt sollte der freie
Wettbewerb günstigere Preise für die Konsumenten bringen.
Aber bereits 1990 wurde ein weiterer Versuch, die
Kraftstoff-Preise einzugrenzen, gestartet. "Das 'Prinzip der
gläsernen Taschen' wurde eingeführt", erklärt die ÖAMTC-Expertin. "In
diesem System wurden die österreichischen Spritpreise an die
Preisbewegungen auf dem Fertigproduktmarkt gekoppelt." Sobald am
Rotterdamer Markt eine genau definierte Hürde - diese betrug damals
umgerechnet 20 Groschen auf den Literpreis - übersprungen wurde,
änderten sich auch die Preise an den heimischen Tankstellen.
Aber auch dieses System zur Preisgestaltung hielt nicht lange und
nach einigem Hin und Her wurden die "gläsernen Taschen" 1997 wieder
zugunsten des freien Marktes abgeschafft. "Die allgemeine
Unzufriedenheit mit den überhöhten Preisen sorgte aber noch im selben
Jahr für den ersten 'Benzinpreisgipfel' der Sozialpartner im
Wirtschaftsministerium", schildert die
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.
Über die Jahre gab es mehrere "Spritpreisgipfel", aber die
Kraftstoff-Preise werden nach wie vor vom freien Markt bestimmt. Es
kam auch zu deutlichen Verbesserungen. Seit August 2011 sind die
Tankstellen beispielsweise verpflichtet, ihre Preise zentral zu
melden, um so die Transparenz des Marktes zu erhöhen. Angesichts der
aktuellen Preise wünschen sich viele Autofahrer jedoch wieder eine
Preisregelung wie früher. "Generell tritt der ÖAMTC für den freien
Markt ein. Allerdings funktioniert die Preisbildung derzeit nicht
optimal", hält Brandau fest. "Daher begrüßt der ÖAMTC den Vorschlag
einer Preiskorridor-Regelung zu bestimmten Zeiten mit besonders
'heißen' Preisen".
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Tschernutter
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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