• 16.04.2012, 09:24:35
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Pirklhuber: Morgen muss Regierung beim Bienenschutz Farbe bekennen

ExpertInnen-Heraring und Landwirtschaftsausschuss machen Verbot von bienengefährlichen Pestiziden zum Thema

Wien (OTS) - Die jüngst veröffentlichen Ergebnisse des
MELISSA-Projektes der österreichischen Agentur für
Ernährungssicherheit (AGES) kommen zum Ergebnis, dass der Einsatz der
bienengefährlichen Maisbeize mitverantwortlich ist für das massive
Bienensterben der vergangenen Jahre. "Seit drei Jahren fordern wir
von Minister Berlakovich ein Verbot der bienengefährlichen Maisbeize.
Seit drei Jahren findet der Minister Ausreden. Jetzt, da auch die von
ihm beauftragte Studie den Zusammenhang zwischen Maisbeize und
Bienensterben belegt, ist die Zeit des Aufschiebens endgültig
abgelaufen. Die Regierungskoalition darf wirksamen Bienenschutz nicht
länger torpedieren", fordert Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen.

Auf Initiative der Grünen findet morgen Vormittag ein
ExpertInnen-Hearing zur Studie 'Untersuchungen zum Auftreten von
Bienenverlusten in Mais- und Rapsanbaugebieten Österreichs und
mögliche Zusammenhänge mit Bienenkrankheiten und dem Einsatz von
Pflanzenschutzmitteln' (MELISSA), der österreichischen Agentur für
Ernährungssicherheit (AGES) statt. Der Bienenforscher DI. Dr. Mandl,
der Imkervertreter Josef Stich, Obmann des Erwerbsimkerbunds, sowie
der GLOBAL 2000-Chemiker Helmut Burtscher werden den Mitgliedern des
Landwirtschaftsausschuss ihre Schlüsse aus dem MELISSA-Projekt
darlegen. "Die Ergebnisse sind eindeutig. In der Studie heißt es,
dass in den Jahren 2009 - 2011 in Österreich regional gehäuft
Bienenschäden aufgetreten sind, die rückstandsanalytisch häufig mit
der Verwendung von insektizidgebeiztem Mais- und Ölkürbissaatgut in
Zusammenhang zu bringen waren. Dies lässt nur einen logischen Schluss
zu, ein Verbot der bienengefährlichen Maisbeizmittel schützt unsere
Bienen", analysiert Pirklhuber.

"Während Deutschland, Frankreich, Slowenien und Italien auf das
massive Bienensterben mit Verboten der gefährlichen Maisbeizmittel
reagiert haben, hat Berlakovich Jahr um Jahr beschwichtigt und sich
auf die Auswertung der Studie herausgeredet. Alle Oppositionsparteien
haben inzwischen Anträge zum Verbot der bienengefährlichen
Maisbeizmittel in den Nationalrat eingebracht. SPÖ und ÖVP haben
diese Anträge immer wieder vertagt. Jetzt muss die Regierung Farbe
bekennen und endlich dem sinnlosen Sterben der Bienen ein Ende
setzen", fordert Pirklhuber.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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