• 15.04.2012, 10:41:36
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BZÖ-Bucher: Griechische Notenbank schüttet 100 Millionen Gewinn aus

Wien (OTS) - "Griechenland hängt am finanziellen Infusionstropf
der EURO-Staaten und muss mit hunderten Milliarden vor der
Staatspleite gerettet werden, aber die teilprivatisierte griechische
Notenbank Bank of Greece schüttet laut ihrer Internetseite rund 100
Millionen Euro an die Aktionäre aus. Eine Verhöhnung, wenn man
bedenkt, wie welche gewaltigen Milliardenschulden die Athener
Notenbank bei den europäischen Notenbanken hat", macht heute BZÖ-CHef
Klubobmann Josef Bucher aufmerksam.

Die griechische Notenbank hat trotz Krise 2011 einen Profit
erwirtschaftet. Trotz hoher Risiken, die durch die Unterstützung der
heimischen Banken entstanden sind, will die Bank of Greece laut ihrer
Internetseite insgesamt 96,6 Millionen Euro ausschütten, schreibt
Spiegel Online. Das wird insbesondere die privaten Anteilseigner der
Athener Notenbank freuen, die eine Dividende von 83 Cent brutto je
Aktie erhalten sollen. Dies will der Vorstand der Notenbank auf der
für den 24. April angekündigten Jahreshauptversammlung vorschlagen.
Abzüglich der Kapitalertragssteuer bleibt den Investoren ein
ordentlicher Nettogewinn von 67 Cent je Anteilsschein. Da die Aktien
derzeit zu einem Preis von etwa 14 Euro pro Stück an der Athener
Börse gehandelt werden, kommen die Investoren auf eine sehr gute
Dividendenrendite von 4,8 Prozent. Von den 96,6 Millionen Euro, die
die Notenbank für 2011 als Gewinn ausweist, gehen laut Bilanz 80
Millionen an die griechische Regierung. 13,3 Millionen Euro fließen
als Dividende an die Aktionäre - darunter wiederum auch der Staat -,
der Rest sind Steuern.

BZÖ-Chef Bucher kritisiert die Gewinnausschüttung massiv: "Die Bank
of Greece hat sich über das Zahlungssystem Target2 bis Ende 2011 mit
mehr als hundert Milliarden Euro bei den Notenbanken der 16 übrigen
Euro-Länder verschuldet. Anstatt den Europäischen Notenbanken die
Schulden zurückzuzahlen, schüttet die griechische Notenbank lieber
einen Gewinn aus. Das ist wieder einmal eine Verhöhnung Europas.
Österreichs Steuerzahler haben genug gezahlt an Griechen, die
Solidarität nur als Einbahnstraße verstehen. Das BZÖ fordert einen
sofortigen Zahlungsstopp an Griechenland und die Rückkehr der
Griechen zur Drachme", so Bucher.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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