- 13.04.2012, 16:13:13
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Währungsunion war Thema im Europa-Ausschuss des Landtages
Nationalbank-Gouverneur Nowotny nahm zu aktueller Entwicklung Stellung - LTP Mennel: Reformen und strenge Haushaltsdisziplin führen aus der Schuldenfalle
Bregenz (OTS/VLK) - Der Gouverneur der Österreichischen
Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, nahm am Freitag (13. April) im
Europa-Ausschuss des Vorarlberger Landtages zur aktuellen Entwicklung
in der Währungsunion Stellung. Der Euro sei eine stabile Währung,
problematisch hingegen wären die hohen Staatsschulden, betonte
Nowotny im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz.
Die globale Wachstumsdynamik verlangsamt sich im Jahr 2012 und der
Refinanzierungsbedarf der Staaten und Banken wird auch in diesem Jahr
erheblich sein, prognostizierte Nationalbank-Gouverneur Nowotny in
seinen Ausführungen. Aus diesem Grund müssten die Staaten bestrebt
sein, die Konsolidierungspfade nicht zu verlassen und Reformen
tatkräftig umzusetzen. Zugleich betonte Nowotny, dass der Euro die an
eine Währung zu stellenden Anforderungen bisher ausgezeichnet erfüllt
hätte. Österreich habe von der Mitgliedschaft im Euro massiv
profitiert, erklärte der Nationalbank-Gouverneur vor dem
Europaausschuss des Vorarlberger Landtages. In einer regen Diskussion
beantwortete der Finanzexperte anschließend zahlreiche Fragen der
Abgeordneten.
Landtagspräsidentin und Vorsitzende des Europaausschusses,
Bernadette Mennel, hielt fest, dass es ihr ein Anliegen sei, dass die
Mitglieder des Europaausschusses aus erster Hand Informationen zur
Situation des Euro und der europäischen Wirtschaft erhalten. "Es ist
im heutigen Referat einmal mehr deutlich geworden, dass nur Reformen
und strenge Haushaltsdisziplin einen Weg aus der Schuldenfalle
darstellen können", so Mennel. Vorarlberg habe in der Vergangenheit
gezeigt, dass dieser Weg gangbar sei. Sie freut sich auch, dass mit
Nationalbank-Gouverneur Nowotny nach Außenminister Spindelegger in
diesem Jahr schon zwei höchstrangige Auskunftspersonen den
Abgeordneten zur Verfügung gestanden sind. "Dies bringt auch die
Wertschätzung dieser Persönlichkeiten gegenüber dem Vorarlberger
Landtag zum Ausdruck", sagte LTP Mennel.
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