• 13.04.2012, 09:21:07
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WKÖ-Schenner: Tourismus als Arbeitgeber nicht schlechtreden

Ein Jahr nach Arbeitsmarktöffnung: Stabilität am touristischen Arbeitsmarkt gesichert

Wien (OTS/PWK242) - "Wer den Tourismus als Arbeitgeber
schlechtredet, hat die speziellen Strukturen, die unseren
Arbeitsmarkt ausmachen, einfach nicht verstanden. Unsere Arbeitszeit
orientiert sich nunmal an der Freizeit unserer Gäste", unterstrich
Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am
Donnerstagabend vor Journalisten in St. Anton am Arlberg, die
spezielle Situation des touristischen Arbeitsmarktes. Nur ein
ausgewogenes Verhältnis von ganzjähriger Kernbelegschaft, saisonalen
Arbeitskräften und Randbelegschaft sichert die Stabilität der
Branche. Damit können auch die größten Herausforderungen im Hotel-
und Gastgewerbe, nämlich Nachfrageschwankungen aufgrund von
Saisonalität und Arbeitszeitspitzen, gemeistert werden, stellten
Schenner und der Arbeitsmarkt-Experte Dominik Walch vom Institut für
Höhere Studien (IHS) fest.

IHS-Zahlen belegen: Tourismus ist und bleibt Jobmotor über die
Branche hinaus

Die Arbeitsmarktöffnung vom 1. Mai 2011 habe keine negativen
Auswirkungen für inländische Arbeitskräfte mit sich gebracht - weder
beim Arbeitsmarktstatus noch bei den Beschäftigungsmöglichkeiten,
bilanzierte der WKÖ-Tourismus-Sprecher. Aktuelle Zahlen des
Arbeitsmarkt Monitoring Tourismus des IHS im Auftrag der WKÖ zeigen
eine dynamische Entwicklung des touristischen Arbeitsmarktes. Demnach
haben die Beschäftigungsverhältnisse (inklusive geringfügig
Beschäftigter) in der Hotellerie und Gastronomie von 2010 auf 2011 um
7.791 auf insgesamt 234.098 zugelegt. "Damit beweist der Tourismus
einmal mehr seine Bedeutung als Job-Motor über die Branche hinaus",
betonte Schenner.

Sowohl bei den Arbeitskräften aus den acht "neuen" EU-Ländern
(plus 16.036) als auch bei den inländischen Arbeitskräften (plus
2.642) gab es 2011 im Vergleich zu 2010 kräftige Zuwächse. Umgelegt
auf das Arbeitsvolumen (Ganzjahresanmeldeäquivalente), bedeutet dies
einen Anstieg von 5.407 bzw. 1.190 ganzjähriger
Beschäftigungsverhältnisse. "Diese Zahlen belegen, dass es zu einer
qualitativen Verbesserung des Arbeitsmarktstatus der inländischen
Arbeitskräfte gekommen ist. Ihr Anteil an Ganzjahres-Arbeitsplätzen
ist im Verhältnis wesentlich höher als jener der Arbeitskräfte aus
den neuen EU-Ländern", erklärte IHS-Experte Walch. Gleichzeitig
konnte durch die Öffnung des Arbeitsmarktes die für die Branche so
wichtige Randbelegschaft aufgestockt werden. Diese trage wesentlich
zur Absicherung der Vollzeitarbeitsplätze bei, so Walch. "Ein
Spitzenkoch kann ohne seine Küchengehilfen einfach nicht existieren.
Genauso wenig sind Großveranstaltungen oder traditionelle Feste ohne
ausreichende Randbelegschaft (Servicehilfen, Studenten etc.)
durchführbar", brachte es Schenner abschließend auf den Punkt.

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die gesetzliche
Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den
Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros,
Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe.
Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt
von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche
erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42
Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

Rückfragehinweis:
Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Maria Aigner
Telefon: +43 (0)5 90 900 3582
E-Mail: [email protected]
Internet: http://wko.at/bstf

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