- 12.04.2012, 14:58:06
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Seilbahntagung 2012: Mit Optimismus in die Zukunft!
Branchentreff mit hochkarätiger Besetzung beleuchtet Erfolge und künftige Herausforderungen für die Seilbahnwirtschaft
Wien (OTS/PWK241) - "Mit Optimismus in die Zukunft" - unter
diesem Motto stand die Österreichische Seilbahntagung 2012, die am
12. April in Schladming stattgefunden hat. Für den heurigen
Branchentreff hat der WKÖ-Fachverband der Seilbahnen hochkarätige
Experten und Vortragende gewinnen können, die mit Seilbahnbetreibern
die künftigen Herausforderungen für die Branche diskutierten.
Fachverbandsobmann Franz Hörl: "Mit heutigem Stand konnten wir im
Winter 2011/12 rund 47,1 Millionen Skifahrertage mit rund 514
Millionen Beförderungen verzeichnen, und zwar an 27.949
Betriebstagen. Dabei konnte ein Kassenumsatz von über 1.113 Millionen
Euro erwirtschaftet werden (+1,8 %). Unsere Branche ist seit jeher
gefordert, sich mit wechselnden Wetterbedingungen auseinander zu
setzen - was wir aber immer mit Bravour gemeistert haben. So hat sich
auch der Saisonstart 2011/12 als sehr zäh erwiesen, und der gesamte
Winter war ein Wechselspiel zwischen absoluten Rekorden und
Stehtagen. Das Winterergebnis ist dennoch ein sehr
zufriedenstellendes."
Hörl weiter: "Mit dieser Tagung bieten wir unseren Mitgliedern
alljährlich die Möglichkeit zum Wissens- und Informationsaustausch
und zum Netzwerken. Wir sind die wesentlichen Motoren des Lebens in
den peripheren Regionen Österreichs und tragen wesentlich dazu bei,
dass unsere Täler nicht entvölkert werden, wie dies in Teilen
Frankreichs oder Italiens leider der Fall ist. Ohne technische
Schneeerzeugung würden wir mit jedem schneearmen Winter eine lokale
Bankenkrise erleben, die für das ländliche Österreich vernichtend
wäre, weil Investitionen nur getätigt werden können, wenn unsere
Anlagen laufen. Ohne Beschneiung wären tausende Existenzen
gefährdet."
Hörl betonte zudem, dass die österreichische Seilbahnwirtschaft
direkt und indirekt für mehr als 60.000 Arbeitsplätze in Österreich
verantwortlich ist und wesentliche wirtschaftliche Impulse für den
Binnenmarkt beisteuert. "Ich bin stolz auf meine Kollegen und deren
wirtschaftliche Kraft! Immerhin wurden seit der Jahrtausendwende 5,6
Milliarden Euro von der österreichischen Seilbahnwirtschaft
investiert. Alleine im vergangenen Jahr waren es fast 500 Millionen.
Davon 300 Millionen Euro in Sicherheit und Komfort und 100 in
technische Beschneiung. Stolz bin ich aber auch, weil wir im kleinen
Österreich in Sachen Wintersport und Skisport nicht nur sportlich
Weltspitze sind, sondern auch, was die wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit betrifft. Hier matchen wir uns mit Giganten wie
Frankreich oder den USA."
Wichtigen Input und Diskussionsstoff lieferte auch die Analyse des
ökonomischen Status Quo der Seilbahnbranche vom
Manova-Meinungsforschungs-Experten Klaus Grabler. "Die Zukunft
unserer Branche und vor allem der kleinen und mittleren Skigebiete
ist ein brennendes Thema, das immer mehr in den Fokus unserer Arbeit
rückt", so Fachverbandsgeschäftsführer Erik Wolf.
Klimawandel, auf langfristige Sicht stagnierende Nachfrage nach
dem klassischen Winterurlaub und hohe Energiekosten bei sinkenden
Renditen - diese Themenbereiche prägten auch die Experten-Diskussion
im Rahmen der Tagung, an der ÖW-Chefin Petra Stolba, der
Wissenschafter Robert Steiger von der Universität Innsbruck,
Tourismus-Berater Arnold Oberacher von con.os tourismus.consulting,
Roderich Urschler (Austrian Seilbahnpartner) und Wolfgang Mayrhofer
als Vertreter der Skiindustrie teilnahmen.
Hörl und Wolf fassen zusammen: "Die Seilbahnen sind und bleiben
Motor des heimischen Tourismus. Sie reinvestieren etwa die Hälfte
ihres jährlichen Umsatzes in modernste Anlagen und
Beschneiungstechnik. Damit sorgen sie nicht nur dafür, dass
Wintersport in den Alpen auch in milderen Wintern wie in der gerade
abgelaufenen Saison möglich bleibt. Durch die Investitionen schaffen
sich die Seilbahnen auch in der Sommersaison ein zweites Standbein.
Mit dem Zusammenschluss "Österreichische Sommerbahnen" ist ein
einzigartiges Impulsprojekt in den Alpen mit mittlerweile rund 40
Mitgliedsbetrieben entstanden. Diese ist nur eine von vielen
innovativen Ideen, mit denen es unserer Branche gelingen wird, auch
in den nächsten Jahren zu reüssieren. Trotz aller Herausforderungen
blicken wir also mit Optimismus in die Zukunft!" (PM)
Rückfragehinweis:
Fachverband der Seilbahnen Österreichs - Marketing Forum
Mag. Elke Basler
T: 01/503 78 02
E: [email protected]
W: www.seilbahnen.at
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