• 12.04.2012, 14:03:46
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Bures: "Noch nie gab es so wenig Unfälle auf Österreichs Straßen"

Verkehrsministerin präsentiert aktuelle Verkehrsunfallstatistik - weitere Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer geplant

Wien (OTS/SK) - Der positive Trend in der Verkehrsunfallstatistik
setzt sich fort: Österreichs Straßen werden immer sicherer. "Noch nie
gab es so wenig Unfälle, so wenig Verletzte und so wenig Getötete wie
2011", erklärte Verkehrsministerin Doris Bures heute, Donnerstag, bei
der Präsentation der aktuellen Zahlen der Statistik Austria. In den
letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der tödlichen Unfälle halbiert.
"Dennoch ist jeder Getötete einer zuviel. Wir dürfen uns nicht auf
dem Erreichten ausruhen, sondern müssen weitere Maßnahmen setzen",
betonte Bures bei der Pressekonferenz, an der auch Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner, Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit, und Peter Laimer von der Statistik Austria
teilnahmen. Besonders im Bereich Alkohol am Steuer bestehe weiterer
Handlungsbedarf, sagte die Ministerin. *****

Laut Statistik Austria ereigneten sich im letzten Jahr 35.129 Unfälle
auf Österreichs Straßen, bei denen 45.025 Personen verletzt und 523
getötet wurden. Das sind die niedrigsten Zahlen seit Beginn der
Aufzeichnungen. Besonders erfreulich ist der deutliche Rückgang (-5,3
Prozent) der Unfälle mit Todesfolge. "Alle haben dazu einen Beitrag
geleitet: Die Verkehrsteilnehmer durch ihr verantwortungsbewusstes
Verhalten, die strengeren Gesetze, die klar machen, dass Raserei und
Alkohol am Steuer keine Kavaliersdelikte sind und die intensiven
Kontrollen durch die Exekutive, die für die Einhaltung der Gesetze
sorgen", so Bures, die sich bei der Innenministerin für die gute
Zusammenarbeit bedankte. Besorgniserregend sei hingegen, dass bei
jedem zehnten Todesopfer Alkohol am Steuer eine Rolle spiele. "Hier
gibt es einen klaren Handlungsauftrag", betonte Bures.

Die Verkehrsministerin hat eine Reihe von Maßnahmen geplant, um
weiterhin verstärkt gegen Alkohol am Steuer vorzugehen. So wird zum
einen das Pilotprojekt "Close To" ausgebaut, bei dem junge Menschen,
die unter Alkoholeinfluss Unfälle verursacht haben, anderen
Jugendlichen von ihren negativen Erfahrungen berichten. Hier gibt es
bereits eine enge Zusammenarbeit mit Fahrschulen, Berufsschulen und
dem Bundesheer. Neben mehr Bewusstseinsbildung sollen auch neueste
Technologien zum Einsatz kommen. Derzeit läuft in Zusammenarbeit mit
der Wirtschaftskammer Wien ein Projekt mit 23 Transportunternehmen,
die Wegfahrsperren, sogenannte "Alko-Locks" in ihren LKW installiert
haben. "Das bisherige Feedback ist durchwegs positiv", berichtete die
Ministerin. Daher wird eine Aktion gestartet, bei der das
Verkehrsministerin die Hälfte der Kosten übernimmt, wenn
Transportunternehmen Alko-Locks in ihren LKW installieren. Alko-Locks
sollen künftig auch bei Wiederholungstätern zum Einsatz kommen.
Außerdem ist geplant, umfassende Analysen durchzuführen, die die
tieferen Ursachen für Unfälle unter Alkoholeinfluss ans Licht bringen
sollen.

"Wir wollen ein friedliches Miteinander auf unseren Straßen",
unterstrich Bures. Verkehrssicherheit bleibt auch weiterhin oberste
Priorität der Ministerin. Der Schutz der schwächsten
Verkehrsteilnehmer - Kinder, Radfahrer und Fußgänger - bestimmt das
Verkehrssicherheitsprogramm bis 2020. Auch für heuer sind in diesem
Bereich weitere Maßnahmen und eine Bewusstseinskampagne geplant.
(Schluss) sc/sv

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Tel.: 01/53427-275
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