• 12.04.2012, 12:48:22
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AK holt mit Rechtsschutz 20 Millionen Euro für Kärntner zurück

Zahl der Klagseinbringungen um 20 Prozent gestiegen

Klagenfurt (OTS) - 19,9 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer
Kärnten im Vorjahr mit ihrem kostenlosen Rechtsschutz in arbeits- und
sozialrechtlichen Fällen erstritten. Rund 94.150 Mal suchten
Arbeitnehmer den Rat der Rechtsexperten. Klagseinbringungen nahmen
um 20 Prozent zu.

3.369 Mal musste die Arbeiterkammer Kärnten bei den Arbeitgebern
intervenieren und hat so Zahlungen in Höhe von knapp zwei Millionen
Euro erreicht. In 1.287 Fällen, das sind 20 Prozent mehr als im Jahr
davor, musste die AK 2011 erst den Weg zum Gericht beschreiten, bevor
3,6 Millionen Euro gezahlt wurden. "Ohne Einschreiten der
AK-Rechtsexperten wären die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leer
ausgegangen. Dass die Klagen mehr werden zeigt, dass der Druck auf
dem Arbeitsmarkt wächst", sagte Kärntens Arbeiterkammerpräsident
Günther Goach anlässlich der heutigen Präsentation der
Rechtsschutzbilanz.

Dazu kamen noch Forderungsanmeldungen für 1.949 von einer
Firmenpleite betroffenen Arbeitnehmer in der Höhe von 14,3 Millionen
Euro beim Insolvenz-Entgelt-Fonds, eingebracht durch den in der AK
Kärnten angesiedelten Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen
(ISA). Vergleicht man die Zahl der von Insolvenzen betroffenen
Dienstnehmer mit Bundesländern wie Salzburg (1.031 Personen) oder
Tirol (1.473 Personen), so wird klar, dass Kärnten hier im Vorjahr
einen unrühmlichen Spitzenplatz einnahm.

Von allen beim Landesgericht im Vorjahr eingebrachten
arbeitsrechtlichen Klagen entfielen 2011 auf die Arbeiterkammer
Kärnten immerhin 83 Prozent. Auch 2011 war die Rechtsabteilung am
häufigsten mit nichtbezahlten Löhnen, Sonderzahlungen, Überstunden,
Mehrarbeitsstunden, Zulagen und Prämien konfrontiert. Laut dem Leiter
der AK-Rechtsabteilung, Dr. Richard Wohlgemuth, sei hier eine
besorgniserregende Entwicklung festzustellen: "Löhne und Gehälter
sind immer länger ausständig. Waren es bislang ein bis drei Monate,
so sind es jetzt oft bis zu sechs Monate."

Von der Sozialrechtsabteilung wurden im Vorjahr 1.108 Klagen,
vorwiegend wegen abgelehnter Pensionsbescheide, eingebracht. 202 Mal
wurde der Klagsweg für Pflegegeldwerber beschritten.

Der kostenlose Rechtsschutz der AK wird heuer 20 Jahre alt. "Seit
der Einführung im Jahr 1992 hat allein die AK Kärnten die enorme
Summe von 207,6 Millionen Euro erkämpft. In Schilling sind das knapp
drei Milliarden", betont AK-Präsident Günther Goach. Nach einer
aktuellen SORA-Umfrage nimmt der kostenlose Rechtsschutz der AK
Kärnten klar Platz eins im Ranking der wichtigsten Serviceleistungen
ein.

Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Fax: 050 477-2400
mailto:[email protected]
http://kaernten.arbeiterkammer.at

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