- 11.04.2012, 13:05:39
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Wirtschaftskammer fordert wiederholt bildungspolitische Maßnahmen ein
Abbrecherquoten bei weiterführenden Schulen zu hoch - zielführende Lösungen durch "Mittlere Reife" und "Berufsakademie"
Wien (OTS/PWK239) - Nach Auffassung von Michael Landertshammer,
Leiter der Abteilung für Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer
Österreich, sind die Abbrecherquoten bei den weiterführenden Schulen
schlichtweg inakzeptabel: "Wenn nach vier Schuljahren jeder Vierte
der Schüler die AHS und jeder Dritte Schüler die BHS abbrechen
musste, so ist dies eine unverantwortliche Vergeudung von Lebenszeit"
stellt Landertshammer fest und verweist gleichzeitig auf die nur kaum
abschätzbaren persönlichen Folgen der Erfahrung des Scheiterns in
Jugendjahren.
Für Landertshammer steht außer Frage, dass die vorgelegten Daten
die längst überfällige Reform der 9. Schulstufe wieder in den
Mittelpunkt des politischen Interesses rücken müssen: "Wir haben mit
dem Konzept einer 'Mittleren Reife' unsere diesbezüglichen
Vorstellungen klar dargelegt, denn wir alle brauchen am Ende der
Allgemeinen Schulpflicht nachweisbare und verlässliche
Leistungsstandards, die auch gültige Rückschlüsse auf den Erfolg beim
Besuch eines weiterführenden Bildungswegs vom Lehrabschluss bis hin
zur Diplom- und /oder Reifeprüfung zulassen." Demgegenüber deuten die
aktuellen Abbrecherquoten von Repetenten von mehr als 70% eher darauf
hin, wie sehr der weitere Bildungsweg ab 14 nach dem
Versuchs-Irrtum-Verfahren gewählt werde.
Hinsichtlich des wachsenden Anteils an Personen mit tertiärem
Bildungsabschluss freut sich Landertshammer zwar über den erzielten
Erfolg, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass sich Österreich
gegenüber der EU verpflichtet habe, den Anteil der Absolventen aus
Hochschulen und vergleichbaren Einrichtungen auf 38% anzuheben. Zwar
betreibt auch die Wirtschaftskammerorganisation Fachhochschulen und
Privatuniversitäten doch sei dies immer noch zu wenig. "Um das Ziel
von 38% zu erreichen, haben wir alle noch viel zu tun und wir haben
daher mit unserem Konzept der 'Berufsakademie' unser Vorhaben
dargelegt, berufliche Aus- und Weiterbildung bei
Spitzenqualifikationen auf Hochschulebene zu etablieren, so wie dies
international bereits üblich ist" stellt Landertshammer abschließend
fest. (BS)
Rückfragehinweis:
Abteilung für Bildungspolitik
Dr.phil Klaus Schedler
Telefon: +43 (0)5 90 900 4088
E-Mail: [email protected]
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