- 11.04.2012, 09:00:31
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Allianz Studie: Gefahr durch Stromausfälle wächst
Wien (OTS) - Unternehmen müssen weltweit, so auch in Österreich,
künftig mit häufigeren und umfassenderen Stromausfällen rechnen, was
Folgekosten in Millionenhöhe nach sich ziehen kann, wie das Ergebnis
einer Allianz Studie zeigt. Auch, wenn Österreich bei der
Versorgungssicherheit im europäischen Spitzenfeld liegt: Um längere
Betriebsunterbrechungen zu vermeiden, sei die richtige Vorbereitung
auf Stromausfälle für Unternehmen essenziell, meinen Allianz
Experten.
Die bestehenden Stromnetze sind am Rand der Belastbarkeit. Ein
Grund hierfür ist der steigende Strombedarf, der die oft überalterten
Kraftwerke und Netze belastet. Hinzu kommen die gestiegenen
Transportausgaben durch Stromhandel und die Veränderung der
Erzeugungsstruktur durch die Zunahme von Strom aus erneuerbaren
Quellen wie Wasser, Wind oder Sonne. Auch Cyberattacken, die Teile
der Versorgungsinfrastruktur über längere Zeit außer Kraft setzen
könnten, stellen eine weitere Gefahrenquelle dar. "Wir müssen damit
rechnen, dass Stromausfälle in den nächsten Jahren weltweit häufiger
werden, länger andauern und sich regional weiter ausdehnen", fasst
Risikoberater Michael Bruch die Ergebnisse der Studie des
Industrieversicherers Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS)
zusammen.
Versorgungssicherheit: Österreich unter Top 3
Lang andauernde Stromausfälle können beträchtliche Auswirkungen
auf das Alltagsleben und die gesamte Wirtschaft haben. Das zeigt auch
das Beispiel aus 2003, als es zum größten Stromausfall in der
Geschichte der USA kam. Aufzüge und U-Bahnen fuhren nicht mehr,
Ampeln fielen aus, Fließbänder standen still und Flughäfen mussten
geschlossen werden. Der damalige wirtschaftliche Schaden wird auf 4
bis 8 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch auch häufiger auftretende
kürzere Stromausfälle können für Unternehmen beachtliche Kosten durch
ruhende Produktion, stillstehende Anlagen oder Schäden an Daten oder
Produkten verursachen. Schätzungen zufolge belaufen sich diese
beispielsweise für einen Stahlhersteller auf 350.000 Euro pro
Ausfall, für einen Finanzhändler auf 6 Millionen Euro pro Stunde und
für einen Telekommunikationsanbieter auf 1,8 Millionen Euro pro
Stunde.
In Deutschland lag die Dauer von ungeplanten Stromausfällen im
Jahr 2010 bei 14,90 Minuten. Österreichische Haushalte mussten laut
Ausfalls- und Störungsstatistik 2010 doppelt so lange ohne Strom
auskommen - nämlich 31,77 Minuten. Im europäischen Vergleich liegt
Österreich damit auf Platz 3, hinter Deutschland und den
Niederlanden. In Großbritannien, Norwegen, Italien und Finnland
könnten die Folgekosten noch höher ausfallen, da dort die
Ausfallzeiten länger sind.
Versorgungssicherheit in Gefahr
Die Netzinfrastruktur wurde im vergangenen Jahrhundert entworfen,
um Strom von zentralen Elektrizitätswerken zu den Kunden zu leiten -
und nicht um als Transportnetz in alle Richtungen zu fungieren. Die
bestehenden Netze müssen erweitert werden, um Strom aus zahlreichen,
dezentralen Erzeugungsquellen einspeisen zu können und auch
grenzüberschreitend ungehindert fließen zu lassen, so die Ergebnisse
der Studie. Zudem schwankt die Stromerzeugung aus Wind und Sonne
stark. "Um den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien zu
bewältigen, brauchen wir intelligente Netze mit Mess-,
Kommunikations- und Kontrollfunktionen", fordert Bruch.
Doch es fehlt an Anreizen, in eine stabile Infrastruktur für die
Stromversorgung zu investieren. "Größere überregionale Stromausfälle
haben zumeist etliche Ursachen, die oft in Kombination auftreten. Am
häufigsten ist ein Anstieg des Stromverbrauchs, etwa wenn die
Klimaanlagen aufgrund von Hitzewellen hochgefahren werden", erklärt
der Experte. In diesen Fällen kann es zu Übertragungsstörungen
kommen. Die überalterten Netzinfrastrukturen begünstigen
Dominoeffekte, die auch in benachbarten Stromnetzen Ausfälle
verursachen können.
Gute Vorbereitung kann teure Betriebsunterbrechungen
verhindern
"Unternehmen müssen sich besser auf mögliche Stromausfälle
vorbereiten", so Bruch. "Eine Notstromversorgung überbrückt kürzere
Ausfälle und vermeidet teure Betriebsunterbrechungen. Doch um das
Risiko einzudämmen, sollte im Rahmen eines unternehmensweiten
Business-Continuity-Plans auf Stromausfälle eingegangen werden." Ein
solcher Notfallplan ist auch die Voraussetzung dafür, dass sich
Unternehmen überhaupt gegen Schäden durch Stromausfälle versichern
können. Üblicherweise sind Betriebsunterbrechungen nur versichert,
wenn diese unmittelbar durch einen Sachschaden herbeigeführt werden -
Stromausfälle lösen jedoch typischerweise keinen physischen Schaden
an Gebäuden oder Produkten aus. Für ausgewählte Industriekunden
bietet AGCS zudem seit kurzem maßgeschneiderte Versicherungslösungen
an, die auch Betriebsausfälle infolge von Stromausfällen decken.
Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news
- Foto: Michael Bruch ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei - Pressemeldung als PDF - Allianz Global Corporate & Specialty-Studie abrufbar unter: Power Blackout Risks Study
Bitte beachten Sie unseren Vorbehalt bei Zukunftsaussagen:
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Rückfragehinweis:
Mag. Manfred Rapolter, MA
Unternehmenskommunikation
Allianz Gruppe in Österreich
Hietzinger Kai 101-105
1130 Wien
Tel: 05 9009 - 80690, Fax: - 40261
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.allianz.at
Heidi Polke
Global Communications AGCS
Tel.: +49 89 3800 14303
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agcs.allianz.com
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