• 06.04.2012, 11:51:11
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SP-Tanja Wehsely/Peschek: "AMS und Lehrwerkstätten nicht den Schwarzen Peter zuschieben"

Wiener Ausbildungsgarantie für Arbeitsmarkt unerlässlich

Wien (OTS/SPW-K) - "Dass die Lehre im Unternehmen stattfinden
muss, ist leichter gesagt, als getan. In Wien bilden leider nur 11
Prozent der Betriebe Lehrlinge aus. Laut Lehrlingsstatistik der
Wirtschaftskammer werden nur mehr 13.586 Lehrlinge in der
Privatwirtschaft ausgebildet, dies ist ein Minus von 107 Personen
gegenüber dem schon schwachen Vorjahr. 1980 gab es noch 31.080
Lehrstellenplätze. Die Privatwirtschaft ist daher dringend
aufgefordert, mehr Lehrstellenplätze anzubieten und nicht von
ausgebildeten AkademikerInnen als Lehrlinge zu träumen, oder die
Ausbildungsgarantie madig zu machen, denn Fachkräfte fallen nicht vom
Himmel!", so SPÖ Wien Lehrlingssprecher und Gemeinderat Christoph
Peschek zu einem Presse-Kommentar von Wirtschaftsbund Generalsekretär
Peter Haubner. "Die Betriebe müssen sich noch mehr um
Ausbildungsstellen bemühen und dürfen den Schwarzen Peter nicht dem
AMS, oder den Jugendlichen zuschieben, die sich - nanonaned - für die
beliebtesten Berufsgruppen entscheiden, denn auch diese haben das
Recht auf Zufriedenheit in der Arbeitswelt", so Peschek.

SP-Gemeinderätin und stv. waff-Vorsitzende Tanja Wehsely betont zudem
die Wichtigkeit der Wiener Ausbildungsgarantie. Die Stadt Wien leiste
gemeinsam mit dem Wiener AMS große Anstrengungen, um die qualitativ
hochwertige Fachkräfteausbildung zu unterstützen. "Ein wichtiger
Baustein, einem Fachkräftemangel zu begegnen, ist die Wiener
Ausbildungsgarantie. Diese umfasst die Schule, die Lehre und die
überbetriebliche Lehrausbildung! Wir unterstützen Jugendliche dabei,
eine fundierte Ausbildung zu erhalten. Dazu kommt spezielle
Unterstützung am Übergang Schule-Beruf und die Möglichkeit,
Bildungsabschlüsse nachzuholen. Wir lassen die jungen Menschen nicht
im Stich!", so Wehsely.

"Im Bereich des Jobcoachings sind frühere Wiener Pilotprojekte
mittlerweile flächendeckend an den Schulen", so Wehsely. Darunter
fallen auch Berufsorientierung und Potenzialanalysen - und das über
einen längeren Zeitraum, denn so Wehsely, "das beinhaltet ja schon
der Ausdruck "coaching", dass wir uns bemühen, die Jugendlichen über
einen längeren Zeitraum gezielter zu unterstützen."

Auf den Vorwurf, dass die Lehrwerkstätten den Betrieben die Lehrlinge
wegnähmen, antwortet Christoph Peschek: "Offenbar will man
Zukunftsperspektiven rauben und gleichzeitig den Druck auf Lehrlinge
in der Privatwirtschaft erhöhen, um dem Missbrauch als billige
Arbeitskräfte Tür und Tor zu öffnen." Und Wehsely abschließend: "Das
wäre doch witzlos, wenn wir einerseits die Jugendlichen coachen, und
ihnen andererseits Jobs ausreden wollten. Woher diese krause Theorie
stammt, bleibt uns ein absolutes Rätsel. Vielmehr wollen wir, dass
Betriebe wieder deutlich mehr Verantwortung übernehmen und
ausbilden!"

(schluss)

Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Sarina Reinthaler
Tel.: (01) 4000-81 943
mailto:[email protected]
www.rathausklub.spoe.at

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