• 06.04.2012, 08:45:31
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Mitterlehner: Internationale Manager-Befragung ergibt gute Noten für Standort Österreich

Neue Umfrage unter 300 Top-Managern: Österreich zählt zu den fünf zukunftsfähigsten Standorten - Energieversorgung, Fachkräfte und F&E als zentrale Standortfaktoren

Wien (OTS/BMWFJ) - "Internationale Top-Manager bewerten die
Zukunftsfähigkeit des Standorts Österreich positiv und sehen auch die
Wettbewerbsfähigkeit Europas optimistischer als angesichts der
Schuldenkrise zu erwarten wäre", verweist Wirtschaftsminister
Reinhold Mitterlehner auf die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage
unter 300 internationalen Führungskräften, die vom Betriebsansiedler
ABA-Invest in Austria beauftragt wurde. Bei der Frage, welche
europäischen Länder schon heute den Anforderungen an einen
Wirtschaftsstandort der Zukunft genügen, erhielten Deutschland,
Schweden, die Schweiz, Niederlande und Österreich die besten Noten.
"Die Erhebung zeigt, dass Österreich als Standort gut positioniert
ist und zu den wettbewerbsfähigsten Ländern Europas zählt. Allerdings
dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen laufend an guten
Rahmenbedingungen für Betriebsansiedlungen arbeiten", so
Mitterlehner, der auch ABA-Eigentümervertreter ist.

Top-Standortfaktoren: Energie-Infrastruktur, Fachkräfte, F&E
und Stabilität

Als wichtigste Zukunftsfaktoren für die europäischen Märkte werden
Energieversorgung (73 Prozent der Befragten), hochqualifizierte
Arbeitskräfte (71 Prozent), Verfügbarkeit von Facharbeitern (65
Prozent), Daten- und Kommunikationsnetze (64 Prozent) sowie gute
Bildungsstandards (64 Prozent) genannt. Besonders hoch bewertet wird
auch die Förderung von Forschung und Entwicklung (62 Prozent).
"Angesichts des demographischen Wandels ist es wichtiger denn je, den
Fachkräftenachwuchs zu sichern und die Qualifikation der
Beschäftigten weiter auszubauen. Gerade die Entwicklungsfähigkeit von
Innovationen am Standort wird immer entscheidender für Ansiedlungen,
wie die Befragung zeigt. In diese Richtung haben wir auch das
Standort-Marketing weiterentwickelt", betont Mitterlehner.

Bei der von den Managern angesprochenen Versorgungssicherheit mit
Energie sei Österreich aufgrund der Rolle als Gas-Hub und der
steigenden Bedeutung der Pumpspeicherkraftwerke besonders gut
aufgestellt. "Die Positionierung als Energiedrehscheibe im Herzen
Europas ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für Österreich. Mit
Blick auf den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien muss aber vor
allem die grenzüberschreitende Energie-Infrastruktur europaweit
verbessert werden", so Mitterlehner.

Auch Rahmenbedingungen wie politischer Stabilität (60 Prozent) und
ausgeglichenem Staatshaushalt (ebenfalls 60 Prozent) wird - vor dem
Hintergrund der gegenwärtig turbulenten Weltwirtschaftslage - hohe
Bedeutung eingeräumt. Überraschend wenig Handlungsbedarf sieht man
bei den Wohlstandsfaktoren sozialer Ausgleich und Lebensqualität.
Grund dafür ist laut Studie, dass auf diesem Gebiet in Europa bereits
ein hohes Niveau erreicht wurde und ein weiteres Nachschärfen aus
Sicht der Top-Manager nicht notwendig ist.

Europa gut aufgestellt, aber steigender Konkurrenzdruck aus
Asien

71 Prozent der befragten Top-Entscheider gehen vor dem Hintergrund
der Staatsschuldenkrise nicht davon aus, dass der Wirtschaftsstandort
Europa an Wettbewerbsfähigkeit und Bedeutung verliert, davon erwarten
24 Prozent sogar einen Bedeutungsgewinn. Steigenden Konkurrenzdruck
erwarten die Befragten aus Asien, insbesondere aus China (82
Prozent), Indien (75 Prozent) und Südostasien (70 Prozent). "Dass die
Top-Manager mit Optimismus und Vertrauen in die Zukunft des
Kontinents blicken, zeigt, dass Europa trotz des steigenden
Konkurrenzdrucks vor allem aus Asien auf einem soliden
wirtschaftlichen Fundament steht", so Mitterlehner. Keine gute Form
bescheinigen die europäischen Führungskräfte hingegen den USA. Nur
acht Prozent sehen die USA laut Umfrage als Benchmark für einen
nachhaltig ausgerichteten Wirtschaftsstandort.

Standort Österreich erfüllt Anforderungen der Zukunft gut

Bei der Frage danach, welche Länder in Europa schon heute den
Anforderungen an einen Wirtschaftsstandort der Zukunft genügen,
erhielten Deutschland, Schweden, die Schweiz, Niederlande und
Österreich die besten Noten. Wirtschaftliche Großmächte wie
Großbritannien und Frankreich landen hier beispielsweise nur im
Mittelfeld. Die befragten Manager aus Österreich sehen das ähnlich:
98 Prozent attestieren Deutschland und 90 Prozent Schweden eine hohe
beziehungsweise sehr hohe Wettbewerbsfähigkeit. In der Selbstsicht
sind die österreichischen Manager besonders optimistisch: 86 Prozent
stimmen zu, dass Österreich die Anforderungen an einen
Wirtschaftsstandort der Zukunft heute bereits vollständig
beziehungsweise beinahe vollständig erfüllt. Von den deutschen
Studienteilnehmern wird Österreich ebenfalls als wichtige europäische
Wirtschaftsnation wahrgenommen: 82 Prozent der deutschen Manager
sehen die Alpenrepublik als sehr gut beziehungsweise gut gerüstet für
zukünftige Trends und Entwicklungen im Standortwettbewerb.

Die Studie "Zukunft des Wirtschaftsstandortes Europa" wurde vom
unabhängigen Marktforschungsunternehmen Kreutzer Fischer & Partner im
Auftrag von ABA-Invest in Austria erstmals durchgeführt. Die Studie
untersuchte Meinungen von Top-Managern zur Wettbewerbsfähigkeit von
Wirtschaftsregionen und der zukünftigen Bedeutung spezifischer
Standortfaktoren in den Märkten Belgien, Deutschland, Finnland,
Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Österreich,
Niederlande, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Im
Rahmen der Studie wurden 300 Top-Manager der 1.000 umsatzstärksten
Unternehmen des jeweiligen Landes im Dezember 2011 telefonisch
befragt.

Über ABA-Invest in Austria

ABA-Invest in Austria (Austrian Business Agency) ist eine im Eigentum
des österreichischen Wirtschaftsministeriums stehende
Betriebsansiedlungsgesellschaft. Sie berät interessierte Unternehmen
kostenlos bei der Standortwahl, in arbeits- und steuerrechtlichen
Fragen, hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern und unterstützt
im Kontakt mit Behörden. Interessierte Unternehmen werden von
Mitarbeitern in der Wiener Zentrale und den Büros in New York und
Tokio betreut.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers:
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   [email protected]
   
   Maria Hirzinger
   ABA-Invest in Austria  
   Opernring 3, A-1010 Wien
   Tel. 0043 1 588 58 19 
   E-Mail: [email protected]; Internet: www.investinaustria.at

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