• 05.04.2012, 11:59:42
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Wirtschaft weist Pauschalverurteilungen der Frauenministerin gegenüber Österreichs Betrieben scharf zurück

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: "Dass Schwangere gekündigt werden oder Teilzeit geringer entlohnt wird als Vollzeit, ist schlicht falsch"

Wien (OTS/PWK233) - Die Wirtschaftskammer Österreich weist die
von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen
"Morgenjournal" erhobenen Pauschalvorwürfe, wonach die Betriebe
zentrale Bestimmungen des Arbeitsrechts missachten, vehement und
scharf zurück. "Es ist eine ideologisch motivierte Unterstellung,
dass die österreichischen Unternehmen Frauen bei
Einstellungsgesprächen nach einer etwaig geplanten Schwangerschaft
fragen oder gar Schwangere kündigen. Das ist verboten und die
Betriebe halten sich selbstverständlich an die gesetzlichen
Bestimmungen."

Nicht haltbar ist auch die Behauptung, die Stundenlöhne für
Teilzeit seien um bis zu ein Drittel niedriger als für Vollzeit:
"Vergleicht man Teilzeit- mit Vollzeitlöhnen insgesamt, so ist das
ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen", so die WKÖ-Generalsekretärin.
Dass die Gehälter für Vollzeitstellen im Durchschnitt insgesamt höher
sind, liegt daran, dass gut bezahlte Spitzenfunktionen in Wirtschaft,
Politik, Medien, Sport oder auch in der Forschung meist Vollzeit- und
keine Teilzeitjobs sind.

Mehr Anerkennung verdienten sich die Betriebe auch beim Thema
Einkommenstransparenz: "Die Betriebe kommen den neuen
Offenlegungspflichten vorbildlich nach. Noch dazu zeigen die ersten
Ergebnisse, dass die behaupteten Lohnunterschiede in den meisten
Fällen gar nicht der Realität entsprechen bzw. es triftige Gründe
dafür gibt, wenn Männer- und Fraueneinkommen in Einzelfällen doch
stärker voneinander abweichen", so die WKÖ-Generalsekretärin: "Die
behaupteten 40 Prozent Einkommensdifferenz sind und bleiben
jedenfalls ein Mythos, aber die Ministerin schenkt offensichtlich nur
jenen Daten Glauben, die ihr opportun erscheinen."

Hochhauser abschließend: "Mit den ständigen Pauschalverurteilungen
gegenüber der österreichischen Wirtschaft muss endlich Schluss sein.
Die Betriebe haben unser Land in den vergangenen Jahren vorbildlich
durch die Krise gebracht, sodass Österreich zu den Euro-Ländern mit
dem höchsten Wirtschaftswachstum zählt. Und sie tragen in einer
beileibe nicht einfachen Zeit immer neue Maßnahmen zur weiteren
Verbesserung der Gleichstellung mit. Statt an den Pranger gestellt zu
werden, wäre langsam eine Entschuldigung der Frauenministerin für
ihre pauschalen Verurteilungen fällig." (SR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, 
   Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
   Dr. Rolf GLEISSNER
   T:+43 (0)5 90 900 4288, 
   F:+43 (0)5 90 900 3588
   mailto:[email protected]
   persönl. Fax: +43 (0)5 90 900 114288

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