- 05.04.2012, 10:18:22
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Johanna Mikl-Leitner zum Equal Pay Day: Karenzzeiten anrechnen - Einkommensschere schließen
Der Equal Pay Day ist immer noch nötig, um auf Missstände aufmerksam zu machen, so ÖAAB-Bundesobfrau Mikl-Leitner.
Wien (OTS) - "Wir müssen die strukturellen Probleme in den
Gehaltsystemen, die eine dauerhafte Benachteiligung der Frauen zur
Folge haben, beseitigen", so ÖAAB-Bundesobfrau Johanna Mikl-Leitner,
"ein essentieller Ansatzpunkt dabei ist die Anrechnung von
Kindererziehungszeiten bei Lohn- und Gehaltserhöhungen."****
"Die Bekämpfung von geschlechtsspezifischen
Einkommensungerechtigkeiten auf dem Arbeitsmarkt und die Anerkennung
der Familienarbeit sind ein Gebot der Stunde. Es gilt, das
Bewusstsein zu schärfen, dass Frauen sowohl durch Familienarbeit als
auch durch Erwerbsarbeit einen wesentlichen Anteil an der
Gesellschaft haben", so Mikl-Leitner
"Das Schließen der Einkommensschere und damit der Pensionsschere
ist entscheidend. Wir müssen auf diese Missstände aufmerksam werden",
betont die Bundesobfrau.
"Durch die Nichtanrechnung der Kindererziehungszeiten bei Lohn-
und Gehaltserhöhungen werden Frauen oft ihr gesamtes Berufsleben lang
schlechter gestellt. In manchen Kollektivverträgen wurde diese
Ungerechtigkeit im vergangenen Jahr beseitigt. Solange sie aber nicht
in allen Kollektivverträgen beseitigt ist, gilt es hier, weiter zu
kämpfen", so Mikl-Leitner
Auch durch das niedrige Pensionsantrittsalter seien Frauen
benachteiligt. "Dadurch verlieren Frauen die besten
pensionsbegründenden Jahre, haben schlechtere Aufstiegschancen und
einen schlechteren Zugang zu Fortbildung als Männer. Und das hat
wiederum auch Auswirkungen auf die Pensionshöhe. Die Einkommensschere
zwischen Frauen und Männern setzt sich in der Pension fort", betont
die ÖAAB-Bundesobfrau.
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