- 05.04.2012, 08:35:09
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Geschichte(n) im Holz
Vortragsveranstaltung am 11. April 2012 im Landesarchiv - Eintritt frei
Bregenz (OTS/VLK) - Wo die Geschichtswissenschaft mangels
schriftlicher Quellen an ihre Grenzen stößt, vermitteln andere
Disziplinen neue und tiefenschärfere Bilder. Fünf Forscherinnen und
Forscher werden das im Rahmen der Reihe "schriftlos" in praxisnahen
Vorträgen veranschaulichen. Den Auftakt macht am Mittwoch, 11. April
2012, 17.00 Uhr, der Botaniker Klaus Pfeifer, der altes Holz zur
Datierung und anderem mehr nützt. Das Landesarchiv lädt dazu alle
Interessierten nach Bregenz (Kirchstraße 28) ein. Der Eintritt ist
frei.
Klaus Pfeifer wird mit Fokus auf Vorarlberg einen Blick auf die
Anwendungsmöglichkeiten der Dendrochronolgie in Bauforschung und
Naturwissenschaft werfen. Die Dendrochronologie ist ein
Datierungsverfahren, das allen in einem Holz vorhandenen Jahrringen
durch den Vergleich des Wachstumsverlaufes mit bekannten, absolut
datierten Jahrringabfolgen eindeutig das Kalenderjahr ihrer
Entstehung zuordnet. Jede Jahrringbreite resultiert aus dem
Wechselspiel von kurz- bzw. langfristigen Umwelteinflüssen und Baum.
Wuchs-, Standorts- und Klimaverhältnisse sind auf einem
Stammquerschnitt - gleichsam wie in einem Archiv - Jahr für Jahr
dokumentiert. Den Schlüssel zur im Holz gespeicherten Information
hält diese Methode bereit. Ihr Einsatz geht jedoch weit über die
Funktion als reines Instrument zur Alterbestimmung hinaus.
Klaus Pfeifer absolvierte ein Diplomstudium der Biologie an der
Universität Innsbruck; 2006 folgte die Promotion zum Doktor der
Naturwissenschaften. Er ist seit 1992 als freiberuflicher Botaniker
tätig und spezialisierte sich 1998 mit der Gründung des Labors für
Dendro(chrono)logie in Egg im Bregenzerwald auf die Gebiete
Dendroklimatologie, Dendrochronologie sowie die Bauforschung im
Ostalpenraum.
Vortragsreihe "schriftlos" im Landesarchiv
Am 25. April wird der Architekt Raimund Rhomberg Methoden der
bauhistorischen Untersuchung und Bauaufnahme vorstellen, am 2. Mai
die Archäologin Sarah Leib am Beispiel des Bludenzer Klosters St.
Peter ihre Wissenschaft, im Boden zu "lesen", veranschaulichen. Der
Geologe J. Georg Friebe wird am 16. Mai zeigen, wie Steine
Geschichte(n) erzählen können. Den Abschluss wird am 30. Mai die
Biologin Carolina Walde mit paläobotanischen Forschungsergebnissen
zur Vegetations- und Siedlungsentwicklung am Hochtannberg machen.
Alle Veranstaltungen finden jeweils an einem Mittwoch um 17.00 Uhr im
Landesarchiv in Bregenz (Kirchstraße 28) statt und dauern in der
Regel eine Stunde. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen:
www.landesarchiv.at
Rückfragehinweis:
Landespressestelle Vorarlberg Tel.: 05574/511-20137, Fax: 05574/511-920196 mailto:[email protected] http://www.vorarlberg.at/presse Hotline: 0664/625 56 68, 625 56 67
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