• 04.04.2012, 18:32:37
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Neues Volksblatt: "PISA" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 5. April 2012

Linz (OTS) - Es ist wieder einmal soweit: In der kommenden Woche
werden österreichweit rund 5000 Schüler des Jahrgangs 1996 für die
internationale Bildungsstudie PISA ihre Kompetenzen in Lesen,
Mathematik und Naturwissenschaften unter Beweis stellen - und damit
unter 66 Ländern die österreichischen Fahnen vertreten.
Man darf annehmen, dass PISA auch diesmal für heftige Debatten
zwischen Experten, zwischen Experten und Politikern und zwischen
Politikern - also jeder gegen jeden - sorgen wird. Wem das Ergebnis
in den Kram passt, wird die Studie verteidigen, und umgekehrt.
Wie immer man zu diesem internationalen Bildungsvergleich auch stehen
mag: Wenn das 2009er-Ergebnis stimmt, wonach in Österreich 28 Prozent
aller Getesteten gegen Ende der Pflichtschulzeit nur unzureichend
sinn-
erfassend lesen konnten, dann haben sie ein wesentliches Ziel der
Schule nicht erreicht. Dann ist Feuer am Schuldach.
Ob es stimmt, werden wir bald wissen. Denn kurz nach den PISA-Tests
gibt es weitere Tests, mit denen überprüft werden soll, ob die
Bildungsstandards erreicht werden. Diese Ergebnisse sollen Ende des
Jahres vorliegen, ein Jahr vor den PISA-Ergebnissen.
Man kann den Tests glauben oder nicht, aber klar ist: Eine Anleitung
für die Gestaltung des Schulsystems sind sie nicht. Und eine
Werbeveranstaltung für die Gesamtschule schon gar nicht.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
http://www.volksblatt.at

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