• 04.04.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon "Verkehrskonzept bitte!"

Die Österreicher radeln mehr und die Politik freut sich. Fehlt da noch was?

Wien (OTS) - Die Österreicher radeln so viel wie nie zuvor. Fein,
das ist gut für Klima und Gesundheit. Die rot-grüne Wiener Koalition
darf sich brüsten, das Radwegnetz jedes Jahr zu erweitern. Doch da
ist viel heiße Luft und wenig Konzept. In der Bundeshauptstadt wird
derzeit in jeder noch so engen Straße und immer häufiger auch gegen
die Einbahn einfach ein "Radweg" auf den Boden gepinselt. Schön für
die städtische Radl-Statistik, schlecht für die Verkehrssicherheit.
Vorsorglich Anrainer verständigen, dass ab nun mit legalem
Rad-Gegenverkehr (nachts gerne auch unbeleuchtet) gerechnet werden
muss? Geh bitte, wer braucht schon so viel Bürgernähe?
Radfahrer beklagen zu Recht rücksichtslose Autofahrer. Umgekehrt
ist aber auch die Zahl der Kamikaze-Radler stark gestiegen. Bemüht
sich die Politik eigentlich um friedliche Koexistenz aller
Verkehrsteilnehmer, auch der Fußgänger? Und wo ist ein visionäres
Verkehrskonzept, das die Autos aus der Innenstadt verbannt, aber die
Öffis nicht nur billiger, sondern auch besser macht?
Die Stadt Wien macht fett Kasse mit der drastischen Erhöhung der
Parkscheingebühr und der Ausweitung von Pickerl-Zonen. Da wären nun
auch bessere Frequenzen, mehr Sicherheit und größere Sauberkeit,
dafür weniger Pannen im öffentlichen Verkehr angesagt!

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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