- 04.04.2012, 14:17:34
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Heimische erneuerbare Energien stärken statt Millionen ins Ausland
Weiterführung der Förderprogramme des KLIEN ist positiv. Verfehlte Klimapolitik schwächt heimische Wirtschaft nachhaltig.
Wien (OTS) - Der EEÖ (Verband Erneuerbare Energie Österreich)
begrüßt die Weiterführung der Förderprogramme im KLIEN und in der
Umweltförderung. Besonders positiv ist die Schwerpunktsetzung für
Sonnenenergie und Biomasse im KLIEN Programm mit insgesamt 10 Mio.
Euro. Die starke Nachfrage nach den einzelnen Fördertöpfen zeigt,
dass die Programme gerne von der Wirtschaft angenommen werden.
Die Förderinvestitionen des österreichischen Staates in
erneuerbare Energien stellen jedoch nur einen "Tropfen auf den heißen
Stein" dar. Will man in Zukunft ernsthaft CO2 reduzieren und sich vom
Kauf von CO2-Zertifikaten bzw. Strafzahlungen lösen, muss noch mehr
als bisher getan werden.
Obwohl aufgrund eines international günstigen CO2 Preises sich die
prognostizierten Zahlungen für den Kauf von CO2-Zertifakten am Ende
der Kyoto-Periode 2008 - 2012 noch einmal um 40% auf 600 Millionen
reduzieren konnten, fließt dieses Geld und damit das Know-How
ungehindert und ohne jegliche Nutzen für die heimische Wirtschaft ab.
Josef Plank, Präsident des EEÖ: "Es ist richtig, dass es für das
globale Klima egal ist, in welchem Staat Österreich seinen CO2
Ausstoß reduziert. Für die heimische Wirtschaft ist es aber
keineswegs egal, wenn Geld der österreichischen Steuerzahlen für
Investitionen im Ausland verwendet wird. Ganz im Gegenteil: Während
heimische Unternehmen im erneuerbaren Energie-Sektor tolles Know-How
aufbauen konnten, werden mit diesem Geld klimaschutzrelevante
Technologien im Ausland statt in Österreich entwickelt. Und das
schwächt Österreich nachhaltig! "
Plank weiter: "600 Millionen Euro sind zwar weniger als erwartet,
aber hätte man schon bisher stärker in die heimischen Erneuerbaren
investiert, könnte man auch hierzulande zig-Millionen Tonnen CO2
zusätzlich einsparen und hätte einen enormer Kaufkraftabfluss von
mehreren hundert Millionen Euro vermeiden!"
Daher kann es in Zukunft nur eine Devise geben: Investitionen im
Klimabereich sollten zuallererst im Inland getätigt werden. Denn ein
zu hoher CO2-Ausstoss schadet nicht nur dem Klima, sondern auch der
heimischen Wirtschaft.
Der EEÖ appelliert daher an die Bundesregierung, die bevorstehende
Umsetzung des Klimaschutzgesetzes und das neue Energieeffizienzgesetz
ganz konkret darauf auszurichten, sodass Investitionen in heimische
erneuerbare Energieträger und in Energieeffizienzmaßnahmen wesentlich
erleichtert werden.
Rückfragehinweis:
Verband Erneuerbare Energie Österreich
Alexander Karner
Tel.: o1 522 076 660
Mail: [email protected]
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