- 04.04.2012, 12:46:58
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WKÖ-Hochhauser: Frauen und Männer werden für gleiche Arbeit nahezu gleich entlohnt
Großbetriebe kommen der seit Juli 2011 geltenden Offenlegungspflicht vorbildlich nach - behauptete Einkommenskluft entspricht nicht der Realität
Wien (OTS/PWK229) - "Die Lohnunterschiede zwischen Männern und
Frauen sind vernachlässigend gering, wenn man nicht Äpfel mit Birnen,
sondern wirklich nur Äpfel mit Äpfeln vergleicht. Diese
Erwartungshaltung der Wirtschaft wird durch die ersten Ergebnisse der
seit Juli 2011 geltenden Bestimmungen zur Einkommenstransparenz
eindrucksvoll bestätigt", stellt Anna Maria Hochhauser,
Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich
des für morgen, Donnerstag, ausgerufenen "Equal Pay Day" fest.
Große Unternehmen ab 1000 Mitarbeitern mussten im Juli 2011
erstmals Einkommensberichte mit Informationen darüber vorlegen, wie
viele Frauen und Männer in einer kollektivvertraglichen
Verwendungsgruppe eingestuft sind und wie hoch deren jeweiliges
Durchschnittseinkommen ist - betriebsintern und anonymisiert. Die
Pflicht zur Offenlegung wird nun schrittweise bis 2014 ausgeweitet.
Hochhauser: "Die Unternehmen kommen nicht nur ihren
Informationspflichten vorbildlich nach, es zeigt sich auch schwarz
auf weiß, dass die immer wieder behaupteten Lohnunterschiede nicht
der Realität entsprechen, was auch wenig verwunderlich ist - es gibt
ja auch keine getrennten Männer- und Frauen-Kollektivverträge."
Wenn es in Einzelfällen dennoch größere Abweichungen gibt, so habe
das in den allermeisten Fällen triftige Gründe, betont die
WKÖ-Generalsekretärin. Gut ein Drittel des geschlechtsspezifischen
Verdienstgefälles lässt sich auf Merkmale wie Segregation nach
Branche und Berufsgruppen, Unterschiede im Ausbildungsniveau und in
der Beschäftigungsdauer zurückführen. Hochhauser: "Unbestritten ist
auch, dass Männer auf ihr Gehalt besonderen Wert legen und dieses mit
mehr Nachdruck verhandeln, während Frauen oft andere Prioritäten
haben - Stichwort Betriebsklima, Lage der Arbeitszeit oder Vermeidung
von Überstunden."
Auch häufigere Erwerbsunterbrechungen, z.B. infolge von
Karenzzeiten, sowie die kürzere Wochenarbeitszeit spielen eine große
Rolle. "Die Frauen sehen darin aber kein Problem, sondern einen
Vorteil. Sogar die AK betont in ihrem Arbeitsklimaindex, dass Frauen
durchwegs zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz sind als Männer,
teilzeitbeschäftigte Frauen sogar viel zufriedener", stellt
Hochhauser fest.
Die WKÖ-Generalsekretärin weist abschließend darauf hin, dass die
verschiedenen Maßnahmen aus dem Gleichbehandlungsgesetz bzw. dem
Aktionsplan "Gleichstellung" für die Betriebe mit großen Belastungen
verbunden sind, diese von der Wirtschaft aber dennoch mitgetragen
werden: "Umso mehr verdienen sich die Betriebe jetzt Anerkennung. Wer
auf der einen Seite Einkommenstransparenz fordert, kann nicht auf der
anderen Seite deren Resultate ignorieren, wenn sie nicht in alte
Schwarz-Weiß-Schemata passen." (SR)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich, Frau in der Wirtschaft
Mag. Elisabeth Zehetner
Tel.: Tel.: (++43) 0590 900-3018
mailto: [email protected]
http://wko.at/unternehmerin
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