- 03.04.2012, 09:17:04
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Dürre im Tschad ist die schlimmste seit Jahren
Diakonie hilft mit Nahrungsmitteln und Saatgut
Wien (OTS) - Derzeit erleben mehrere Regionen im Tschad eine akute
Nahrungsmittelunsicherheit. Anhaltende Dürre in den letzten Monaten
führte zu schlechten Ernten und die Menschen in den Dörfern
aktivieren schon ihre Not-Strategien gegen den Hunger.
"Regierung und UN-Organisationen schätzen, dass aktuell 3.6
Millionen Menschen im Tschad unter Nahrungsmittelunsicherheit leiden,
darunter 1.2 Millionen unter sehr ernster Nahrungsmittelunsicherheit.
Wir versuchen, uns um die zu kümmern, die am meisten betroffen sind,"
schildert David Cibonga von der Koordinationsstelle der Vereinten
Nationen für humanitäre Krisen OCHA im Tschad die Lage.
"Viele Familien in den am meisten betroffenen Dörfern haben
bereits begonnen, nach der Missernte im Herbst das Saatgut für die
neue Erntesaison aufzuessen. Außerdem leben sie nun von Heuschrecken,
die sie sammeln, und von wilden Beeren, die sie vereinzelt auf den
Büschen finden", erzählt Ulla Ebner, die für die Diakonie
Katastrophenhife im Tschad war. "Die Krise wird immer deutlicher.
Wenn ab Juni der ersehnte und erwartete Regen noch einmal ausbleibt,
haben wir es mit einer echter Hungerkrise zu tun," erklärt Martin
Kessler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe Deutschland, derzeit
unterwegs im Tschad.
"Die Herausforderung ist es, den Menschen wieder auf die Beine zu
helfen, und ihre Möglichkeiten sich selbst zu versorgen zu stärken",
so Ulla Ebner. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in den
teilweise schwer zugänglichen Regionen südlich und östlich des
Tschadsees mit lokalen Organisationen zusammen und unterstützt diese
vor allem mit Saatgut und Nahrungsmitteln für die Familien. Ziel ist
es aktuell, diese Krise möglichst frühzeitig abzufangen.
"Das wichtigste ist, dass die Menschen auf ihren Höfen bleiben.
Wenn sie beginnen, das Land zu verlassen, sind die Folgekosten für
die Menschen und auch finanzielle Folgekosten viel größer. Deshalb
ist es so wichtig, jetzt zu helfen," betont Kessler.
Um diese so nötige Hilfe leisten zu können, und die logistische
Herausforderung der Nahrungsmittelverteilung meistern zu können,
bittet die Diakonie Katastrophenhife um Spenden unter: PSK 23.13.300,
BLZ 60.000, Spendenzweck "Sahel"
Rückfragehinweis:
Dr. Roberta Rastl-Kircher, Diakonie Österreich, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (+43) 1 409 80 01-14, Mobil: (+43) 664 314 93 95
E-Mail: [email protected]. Web: www.diakonie.at
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