• 02.04.2012, 17:00:33
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"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi "Fekter ist Miss Fettnapf"

Couragiert gestartet manövriert sich die Finanzministerin in der EU nun ins Out.

Wien (OTS) - Finance ist etwas anderes als Kieberei", meinte sie
beim Wechsel von der Polizeiministerin zur Herrin übers Budget. Maria
Fekter ließ auch in der feinen Finanzwelt bald mit Deftigem
aufhorchen: Im Kampf gegen die Frühpensionitis will sie den
Steuerzuckerln beim "golden handshake" Saures geben. In der ÖVP
firmierte sie dank Klartext statt Herumgeeiere gar als
Personalreserve für die Parteispitze. Auch dort, wo tatsächlich noch
Politik gemacht wird, war sie bald in aller Munde. Die Medien legten
der Newcomerin am Brüsseler Finanzparkett rasch den roten Teppich:
Intern hat sie als Kleinstaat-Ministerin nichts zu sagen. Nach außen
aber sprudelte sie und lieferte raren Stoff für EU-Schlagzeilen.
Zuletzt mehrfach zu viel (siehe "Europa von innen" Seite 3). Dass sie
jetzt auch noch die angegriffenen Nierensteine eines EU-Kollegen zum
Medienthema macht, ist nicht nur in Brüssel ein absolutes No-go.
Zack. Bumm. So polternd hat sich noch kein Minister im
EU-Kräftespiel vom hinteren Mittelfeld ins Out manövriert. Im Beisein
Fekters wird ab sofort nur noch offen übers Wetter geredet. Den
Klimaschaden in der EU hat das ganze Land zu tragen. Um es in ihren
Worten zu sagen: Fekter sollte ein Jahr nach Amtsantritt "Finance"
bald können - "shortly without von delay".

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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