• 02.04.2012, 17:00:33
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"KURIER"-Kommentar von Patricia Haller "Auf dem letzten Platz"

Der Equal Pay Day hat Symbolkraft - in Österreich mehr als anderswo.

Wien (OTS) - Bei aller Skepsis gegenüber der EU: Sie bietet
Statistiken, die die Mitgliedsstaaten vergleichbar machen - so gibt
es auch Zahlen zu den Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern.
Laut jüngsten Daten von Eurostat teilt sich Österreich mit
Tschechien den letzten Platz. Nach Brutto-Stundenlöhnen beträgt der
Gehaltsunterschied, der die Chancengleichheit misst, hierzulande 25,5
Prozent. Bereinigt um Berufserfahrung, Schulabschluss, Branche,
Firmengröße oder Stellung in der Unternehmenshierarchie bleibt laut
WIFO immer noch ein "unerklärbarer" Rest von 13,5 Prozent. Bezogen
auf einen Lebensverdienst ist das viel zu viel. Ganz zu schweigen
davon, dass der Gehaltsunterschied eine geringere Pension bringt.
Eine WU-Studie hat gezeigt, dass sich Frauen bei gleichem
Berufsverlauf wie ihre männlichen Kollegen von Mitte 20 bis Mitte 30
ein sattes Minus von 71.000 Euro erarbeiten - ohne Elternkarenz; mit
Elternkarenz 96.000 Euro.
Der Equal-Pay-Day, der zeigt, wie lange Frauen pro Jahr
unentgeltlich arbeiten, hat Symbolkraft. Und solange der Unterschied
auch nur ein Prozent ausmacht, wird sich seine Funktion nicht
erübrigen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Innenpolitik
Tel.: (01) 52 100/2649
mailto:[email protected]
www.kurier.at

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