• 02.04.2012, 16:52:22
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Neues Volksblatt: "Auferstehung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 3. April 2012

Linz (OTS) - Die Grünen sind in gewissen kirchlichen Kreisen
wohlgelitten; vielleicht, weil man ihnen das gutmenschliche
Engagement eher abnimmt als Vertretern anderer Parteien. Doch ganz so
gut, wie manche glauben, meinen es umgekehrt die Grünen mit der
Kirche offenbar gar nicht. Die Anfrage zu den Kosten für die
Religionslehrer ist dafür ein guter Beleg. Wobei es weniger die
Anfrage an sich ist, die kritisch betrachtet werden muss, als der
Umgang mit dem Ergebnis. Ganz offensichtlich will man
Kirchenkritikern damit Munition liefern, anders ist die rasche
Reaktion der Kämpfer gegen angebliche Kirchenprivilegien nicht zu
erklären. Man könnte es auch so sagen: Die Grünen spannen jemand
anderen vor ihren Karren, jedenfalls in dieser Frage.
Worauf es hinausläuft, hat die Verfasungssprecherin der Grünen am
Wochenende wissen lassen. Daniela Musiol will diskutieren, ob das
Konkordat zwischen Republik Österreich und dem Heiligen Stuhl
aufkündbar ist. Anlass: Die erhöhte Absetzbarkeit des
Kirchenbeitrags, der aus Sicht der Grünen auch so ein kirchliches
Privileg ist.
Es mag Zufall sein, dass sich die wirkliche Einstellung der Grünen
zur Kirche gerade zu Beginn der Osterwoche so eindeutig manifestiert.
Jedenfalls nähren sie so die Zweifel, dass ihnen noch etwas an ihrer
politischen Auferstehung als Öko-Partei liegt.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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