- 02.04.2012, 15:06:34
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"Zwischenräume" als Kernthema der Bodensee-Parlamentarier
LTP Mennel brachte Bedenken gegen Erdgasgewinnung durch "Fracking" zur Sprache
Urnäsch/Bregenz (OTS/VLK) - Die Chancen und Risken der
Bodenseeregion als "Zwischenraum" standen im Mittelpunkt der
Frühjahrstagung der Parlamentarier-Konferenz Bodensee im Feriendorf
Urnäsch (Kanton Appenzell Außerrhoden, CH). Vorarlberg war bei dem
Treffen durch Landtagspräsidentin Bernadette Mennel und
Vizepräsidentin Gabriele Nußbaumer vertreten.
Im Gespräch mit Abgeordneten aus Baden-Württemberg konnte Mennel
auch das Thema "Fracking" zur Sprache bringen. Sie wies darauf hin,
dass sich der Vorarlberger Landtag mit dieser im süddeutschen
Bodenseeraum vorgesehenen Form der Erdgasgewinnung befasst und sich
im Umweltausschuss mehrheitlich gegen diese umstrittene Methode
ausgesprochen hat. "Bei uns liegt der Fokus klar auf dem Ausbau
erneuerbarer Energieträger. Gerade im Bodenseeraum muss der
Gewässerschutz oberste Priorität besitzen", so Mennel.
Zum Stichwort "Zwischenraum" diskutierten die Abgeordneten etwa
die Entwicklung der ländlichen Räume in Konkurrenz zu den Metropolen.
So wurde unter anderem deutlich, dass die Bodenseeregion - trotz
zentraler Lage in Europa, Standortattraktivität und Lebensqualität -
Defizite in der Erreichbarkeit aufweist und als Randregion gilt. Bei
der Herbsttagung der Parlamentarier-Konferenz Bodensee soll das Thema
"Zwischenräume" mit Beispielen aus den Ländern und Kantonen nochmals
aufgegriffen werden.
In der Parlamentarier-Konferenz Bodensee treffen sich Abgeordnete
der Landtage von Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg und des
Fürstentums Liechtenstein, Kantonsrätinnen und -räte von St.Gallen,
Zürich, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden sowie Großrätinnen und
Großräte der Kantone Thurgau und Appenzell Innerrhoden. Die Konferenz
setzt sich zum Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen im Bodensee
nachhaltig zu sichern, die gemeinsame Identität und die
Standortattraktivität der Bodenseeregion zu stärken, die
länderübergreifende Zusammenarbeit zu unterstützen sowie Projekte und
Maßnahmen demokratisch abzustützen.
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